"World Leadership Summit" in Köln

Diese Fragen sind vor dem Obama-Auftritt noch offen

Barack Obama hält auf der Bühne im Wanderers Stadium in Johannesburg eine Rede zui Ehren von Nelson Mandela.

Barack Obama

01.04.2019 Köln. US-Präsidenten bleiben auch nach ihrem Rücktritt eine besondere Kategorie Mensch. Zum anstehenden Besuch von Barack Obama in der ausverkauften Lanxess Arena in Köln gibt es jedenfalls nur spärliche Informationen. Was feststeht, sind die Preise.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama kommt diese Woche nach Köln. Am Donnerstagabend tritt er in der Kölner Lanxess-Arena auf. Viel mehr ist allerdings noch nicht bekannt. Wie lange der 57 Jahre alte Politiker bleibt, ob er sich in das Goldene Buch der Stadt Köln einträgt, vielleicht sogar den Dom anschaut - dazu können oder wollen weder die Veranstalter noch die Stadt etwas sagen. Auch die Polizei hält sich bedeckt. Sicherheitsvorkehrungen werde es geben, aber welche und wie groß - das ist geheim.

Obama werde in der Lanxess Arena „vor ausverkauftem Haus auftreten“, teilten die Veranstalter am Montag mit. Von den insgesamt 15.000 Tickets seien 12.000 verkauft worden. Darüber hinaus habe man weitere 2000 Karten kostenlos für Ehremamtler zur Verfügung gestellt. Für Kurzentschlossene gebe es gegen Vorlage der Ehrenamtskarte „Ehrensache NRW“ noch ein Kartenkontingent an der Abendkasse.

Die Preise bei den regulären Karten reichen von 70 bis 5000 Euro - bei den teuersten Eintrittskarten inbegriffen sind die Teilnahme an einem Dinner und ein Foto mit Obama. Insgesamt gibt es 100 dieser „Golden Tickets“, die allerdings auch an Ehrengäste vergeben werden.

Obama wird sich den Angaben zufolge für etwa eine Stunde in der Arena interviewen lassen. Das Gespräch ist Teil eines vierstündigen „World Leadership Summit“. Dabei geht es um einen Kongress zu der Frage, was gute Führung heute bedeutet. Außer Obama sprechen unter anderem der US-Bestsellerautor John Strelecky („Das Café am Rande der Welt“), der Bonner Unternehmer Frank Thelen und die Management-Trainerin Sabine Asgodom.

Auch Obamas Halbschwester Auma wird in der Arena erwartet. Beim anschließenden Dinner werde sie die Arbeit ihrer Stiftung vorstellen, die in Afrika Hilfe zur Selbsthilfe leistet, hieß es. Auma Obama ist häufiger in Deutschland zu Gast: Sie hat unter anderem in Heidelberg studiert und spricht auch Deutsch.

Von Köln aus reist der ehemalige Präsident weiter nach Berlin. Am Samstag (6. April) soll er sich dort bei einem Town-Hall-Meeting den Fragen junger Menschen stellen. In Berlin war Obama schon mehrmals. Zuletzt nahm er im Mai 2017 beim Evangelischen Kirchentag gemeinsam mit Kanzlerin Angela Merkel an einer Podiumsdiskussion teil. Umfragen zufolge war der Demokrat in Deutschland immer beliebt - ganz besonders im Vergleich zu seinem Nachfolger Donald Trump. (dpa)