Drohanruf vom Oktober

Bombendrohung bei H&M: Anruferin war Angestellte

Hohe Preisnachlässe ließen die Gewinne der Bekleidungskette Hennes und Mauritz (H&M) schrumpfen.

Die 23-jährige Frau aus Wesseling war bei H&M angestellt.

Köln. Nach einem Drohanruf in einer Kölner Filiale von H&M ist die mutmaßliche Täterin anscheinend gefunden: Laut Kölner Polizei handelt es sich um eine Angestellte des Unternehmens.

Eine 23-jährige Frau aus Wesseling hat ihre Tat nun gestanden: Sie ist für einen Drohanruf in einer Kölner H&M-Filiale verantwortlich. Das teilten die Staatsanwaltschaft und die Kölner Polizei mit. Das umfassende Geständnis habe sie nach "intensiven Ermittlungen" bei der Vernehmung am Mittwoch abgelegt, so die Behörden.

Die Beweislast sei so erdrückend gewesen, dass die 23-Jährige alles zugegeben habe. Am 2. Oktober klingelte gegen 16 Uhr das Telefon in der Kölner H&M-Filiale. Die 33-jährige Filialleiterin nahm den Anruf an. "Die Anruferin hat mir am Telefon erklärt, dass sich im Geschäft eine Tasche mit Sprengstoff befinden soll", sagte sie, als sie die Anzeige aufgab.

Daraufhin räumte die Geschäftsleitung den Laden eigenständig. Die alarmierte Polizei durchsuchte das Kaufhaus. Auch ein Sprengstoffspürhund der Bundespolizei war dabei im Einsatz. Da die Polizei keine verdächtigen Gegenstände fand, konnte die Filiale kurz darauf wieder öffnen.

Erste Hinweise nach der Tat deuteten an, dass es sich bei der Anruferin möglicherweise um eine Angestellte handeln könnte. Der Verdacht bestätigte sich. Die 23-Jährige war bereits seit mehreren Monaten bei H&M beschäftigt.

Bis dahin sei die Beschuldigte nicht polizeilich aufgefallen. Als Motiv vermuteten die Behörden private und berufliche Probleme. Im Moment prüft die Polizei Köln, ob die Täterin den Polizeieinsatz bezahlen muss. Außerdem drohen ihr weitreichende zivilrechtliche Folgen.