Aushang mit Bitte

Berufskolleg in Neuss möchte keine Hotpants an Schülerinnen sehen

Ultrakurze Hosen und Spaghetti-Träger oder eben allzu freizügige Kleidung sollte man im Büro nicht tragen.

Hotpants und bauchfreie Oberteile sind in dem Neusser Berufskolleg nicht erwünscht.

Neuss. Bei knapp 30 Grad Hitze stellt eine Neusser Schule eine "Kleiderordnung" auf. Hotpants seien nicht "stilsicher", so ein Lehrer. Das katholische Berufskolleg will keine Pobacken sehen.

Bereits in den letzten Jahren hatten einige Schulen um den Verzicht auf zu knappe Kleidung gebeten. In diesem Jahr ist das Marienberg-Berfuskolleg in Neuss der Vorreiter.

Das Kolleg bittet per digitalem Aushang um den Verzicht auf Hotpants und bauchfreie Oberteile. Auf dem Aushang sind zwei mit rot durchgestrichene Symbolfotos zu sehen. Zwischen diesen ist der Satz "Als stilsichere Marienbergerinnen sollten sie durch die Schönheit ihres Charakters überzeugen und nicht durch die Schönheit ihres Körpers." zu lesen.

Schulträger des Berufskollegs ist das Erzbistum Köln. Dieses hat keine allgemeine Regelung zur Schulkleidung festgelegt. Woher kommt also der Aufruf? Laut NGZ Online habe der Abteilungsleiter Matthias Holländer den Aushang veröffentlicht. Er berichtete der Redaktion, dass viele der Schülerinnen mit so knappen Hosen auftauchten, dass oft ein Teil des Hinterteils zu sehen wäre.

Das Marienberg-Berufskolleg befindet sich im zweiten Stock des Gebäudes. Darunter ist das Marienberg-Gymnasium ansässig. Der Aufruf gelte aber nur für die Schülerinnen des Berufskolleg. Auch wenn der Aushang im gemeinsamen Treppenhaus hinge.

Der Aushang ist nicht verpflichtend. Wenn Schülerinnen der Bitte nicht nachkommen wollen, haben sie nicht mit Sanktionen zu rechnen. Während er bei einigen Schülerinnen auf Kritik stößt, gibt es im sozialen Netzwerk Twitter auch andere Reaktionen.