Neue ICE-Trasse

Bahn plant Tempo 300 zwischen Köln und Berlin

Ein Zug des Typs ICE 4: Die Bahn will ihn nach dem Fahrplanwechsel auch auf der Schnellstrecke Köln-Rhein/Main einsetzen.

Die ICE-Strecke von Köln nach Berlin soll bald schneller bewältigt werden.

18.03.2019 Hannover/Bielefeld. Um den Bahnverkehr zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin zu beschleunigen, ist eine neue ICE-Trasse für Tempo 300 zwischen Hannover und Bielefeld in der Planung. Das Ziel ist eine Verbindung von Köln nach Berlin in vier Stunden.

Um den Bahnverkehr zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin zu beschleunigen, ist eine neue ICE-Trasse für Tempo 300 zwischen Hannover und Bielefeld in der Planung. Bevorzugt werde eine Trassenführung entlang der Autobahn 2, sagte der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann (CDU), der Deutschen Presse-Agentur. „Unser Kernziel ist Berlin-Köln in vier Stunden.“

Die Bahn will damit mehr Fahrgäste für die schnelle und ökologische Schiene gewinnen und weniger an den innerdeutschen Flugverkehr abgeben. „Heraus kommt nachher ein Halbstundentakt, das ist doch ein Traum für die Gesamtregion.“ Bisher pendelt der ICE stündlich zwischen Köln und Berlin und benötigt rund 4 Stunden und 40 Minuten.

Die Planungen für die neue Trasse zwischen Hannover und Bielefeld sollten in diesem Jahr so weit vorangetrieben werden, dass im kommenden Jahr bei einem Dialogforum mit Bürgern und Kommunen über eine Vorzugsvariante beraten werden könne, sagte Ferlemann. Auch die Züge zwischen Berlin und Amsterdam sollen dadurch schneller werden.

In der Ausbauplanung des Bundes befindet sich die Strecke mit veranschlagten Kosten von knapp 1,9 Milliarden Euro im vordringlichen Bedarf. Bislang war allerdings nur eine Erhöhung auf Tempo 230 geplant, wobei die Frage offen gehalten wurde, ob ein Ausbau der bestehenden Strecke reicht oder eine neue Trasse von Porta Westfalica/Bad Oeynhausen bis vor die Tore Hannover nötig ist. (dpa)