Flüchtlingshelferkreis in Rheinbach

Am Grill kommen sich alle näher

Helferkreis in Rheinbach organisiert Grillnachmittag für Flüchtlinge

Helferkreis in Rheinbach organisiert Grillnachmittag für Flüchtlinge

Rheinbach. Der Flüchtlingshelferkreis organisierte einen Grillnachmittag für Flüchtlinge und Helfer im Freizeitpark. Für sie war es eine willkommene Abwechslung, pausieren doch in den Sommerferien viele sonstige Angebote.

Eine willkommene Abwechslung und eine gute Gelegenheit zum Kennenlernen bot der Grillnachmittag der Flüchtlingshelfer und der Neubürger auf den Grillplätzen im Freizeitpark. 135 Teilnehmer hatten sich angemeldet, erwartet wurden aber noch einige mehr, so die Sprecherin des Flüchtlingshelferkreises, Susann Heilmann. Sie freute sich, bei diesem Treffen auch einmal alle ehrenamtlichen Helfer kennenzulernen.

Nicht weniger als 185 Ehrenamtliche, so Gert-Uwe Geerdts, sind inzwischen im Helferkreis registriert. Sie engagieren sich auf vielfältige Weise bei der Unterstützung und Betreuung der Asylsuchenden und Flüchtlingen. Sei es in Deutsch-Kursen, bei der Betreuung der Kinder, während die Eltern die deutsche Sprache lernen, oder bei der Hausaufgabenbetreuung der schulpflichtigen Kinder. Auch als Paten für Flüchtlingsfamilien oder Einzelpersonen, als Helfer im Café International, das jeden Montag von 10 bis 12 Uhr im Live Sankt Martin Treff- und Kommunikationsmöglichkeiten bietet, oder in der Begleitung zu den Behörden oder zu Ärzten wird geholfen.

510 Flüchtlinge und Asylsuchende seien zurzeit laut Stadtverwaltung in Rheinbach, so Gert-Uwe Geerdts vom Flüchtlingshelferkreis. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, Albanien, Eritrea, Nigeria, Ghana, dem Kosovo, Tschetschenien und sogar China.

Das Speisenangebot war so bunt und vielfältig wie die Herkunftsländer der Teilnehmer, jeder steuerte etwas bei. An Fleischgerichten gab es auf dem Grill aber nur Hühnchen. Veranstaltungen wie der Grillnachmittag dienen auch dazu, mögliche Vorurteile der Flüchtlinge untereinander abzubauen, so Sprecherin Susann Heilmann. Auch seien in den Sommerferien, wo viele sonstige Angebote pausieren, solche Veranstaltungen wichtig.

Familie Mohamad Badran aus Syrien mit ihren kleinen Töchtern, der vierjährigen Rodan und der elf Monate alten Gian, freute sich über die willkommene Abwechslung. Alle seien sehr nett und das Fest sehr schön, sagten sie. Ein großer Schritt für die Familie und besonders Töchterchen Rodan: nach den Sommerferien wird sie in den Kindergarten gehen.