"Fridays for Future" am Karfreitag

800 Menschen demonstrieren für Klimaschutz in Köln

Schüler demonstrieren bei Fridays for Future vor dem Rathaus in Köln mit einem Schild: "Game over?". Unter dem Motto "Fridays For Future" demonstrieren Schüler weltweit für besseren Umweltschutz.

Schüler demonstrieren bei Fridays for Future vor dem Rathaus in Köln mit einem Schild: "Game over?". Unter dem Motto "Fridays For Future" demonstrieren Schüler weltweit für besseren Umweltschutz.

19.04.2019 Köln. Trotz des Feiertags und der Osterferien haben mehr als 2000 Schüler und Studenten von „Fridays for Future“ am Karfreitag für den Klimaschutz in NRW demonstriert. Auch in Rom gingen tausende Menschen auf die Straßen.

Trotz des Feiertags und der Osterferien haben mehr als 2000 Schüler und Studenten von „Fridays for Future“ am Karfreitag für den Klimaschutz demonstriert. Zu der größten Protestaktion in Köln kamen rund 800 Aktivisten, wie Samuel Krämer von der Veranstalterseite am Freitag mitteilte. Dort trafen die streikenden Schüler mit Klimaaktivisten der „Extinction Rebellion“-Bewegung zu einem Schweigemarsch durch die Innenstadt zusammen. Am stillen Feiertag Karfreitag wollten sie so auf die schwindenden Fischbestände in den Meeren aufmerksam machen, wie es hieß.

Auch in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen demonstrierten junge Klimaschützer. In Düsseldorf versammelten sich rund 300 Schüler vor dem Landtag zu einer Mahnwache und einem Picknick unter dem Motto „Klimapolitik ist Friedenspolitik“, hieß es von den Organisatoren. Darüber hinaus gingen „Fridays for Future“-Gruppen in Bochum (90), Bottrop (100), Dortmund (450), Essen (200), Bielefeld (130) und Mönchengladbach (70) auf die Straße. Landesweit kamen den Informationen zufolge mehr als 2100 Demonstranten zusammen - etwas weniger als noch vor einer Woche.

„Fridays for Future“ setzt sich für den Klimaschutz ein. Seit Wochen versammeln sich Schüler und auch Studenten am Freitag zu Demonstrationen und schwänzen dafür die Schule. Die Kernforderungen: ein schnelles Aus für die klimaschädliche Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, keine Subventionen mehr für diese „dreckigen“ Energieträger, mehr Investitionen in erneuerbare Energien aus Windkraft und Sonne.

Tausende protestieren mit Greta Thunberg in Rom

Tausende Menschen haben in Rom mit der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg für mehr Klimaschutz protestiert. Man werde den Kampf fortsetzen, versprach die 16-Jährige auf der zentralen Piazza del Popolo, wo sie von der Menge mit Jubel begrüßt wurde. Wochen oder Monate reichten nicht aus; es brauche Jahre, um etwas zu verändern, machte Thunberg klar. "Mit Greta retten wir den Planeten", skandierten die Teilnehmer. Eine Sprecherin der "Fridays for Future"-Bewegung in Italien sprach von rund 25 000 Teilnehmern. (dpa)