E-Sport in der Kölner Lanxess-Arena

15.000 Fans fieberten beim Counter-Strike-Finale mit

Köln. Erbitterte Kämpfe haben sich am Wochenende Profi-Computerspieler in Köln geliefert - zum Glück nur virtuell. Gespielt wurde von Freitag bis Sonntag das Online-Actionspiel „Counter-Strike“. Jeweils 15.000 Menschen schauten zu.

Zum wiederholten Mal fand am Wochenende das Counter-Strike Turnier "ESL One Cologne" in der Kölner Lanxess Arena statt. Von Freitag bis Sonntag besuchten mehr als 45.000 Fans die Arena, um ihre Teams lautstark zu unterstützen. Bei dem großen E-Sport-Turnier traten Profi-Zocker gegeneinander an. Der Veranstalter vergleicht den Wettbewerb mit einer Weltmeisterschaft für den Shooter-Klassiker. Laut einem Sprecher waren knapp 40 Prozent der Gäste aus dem Ausland gekommen. Einige Besucher seien sogar aus Australien, Indien und den USA angereist. Das Event war erneut ausverkauft.

Nach der Vorrunde, die bereits am Dienstag mit 16 Mannschaften startete, standen sich am Freitag die acht besten Teams im Viertelfinale gegenüber. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Spiele live in der Lanxess Arena vor rund 15.000 Fans ausgetragen. Unter den besten vier Mannschaften befand sich auch ein deutsches Team, den Sieg trug letztlich die Mannschaft "Natus Vincere" aus der Ukraine davon. Pro Team traten fünf Spieler an, betreut von einem Trainer. An die besten Teams wurden bei dem Turnier insgesamt 300.000 US-Dollar (etwa 255.000 Euro) Preisgeld ausgeschüttet. Die Siegermannschaft erhält davon allein 125.000 US-Dollar. Das Event fand zum fünften Mal in Köln statt.

"Counter-Strike" gehört zu den populärsten Spielen der E-Sport-Szene, in der wettbewerbsmäßig gezockt wird. Zwei Gruppen - Terroristen und sogenannte Counter-Terroristen - liefern sich dabei virtuelle Gefechte mit Waffen, Granaten und weiteren Hilfsmitteln. Die Anfänge des Spiels gehen bis in das Jahr 1999 zurück. Zeitweise war es als Sinnbild sogenannter Killerspiele auch Gegenstand großer Diskussionen, die sich aber mittlerweile etwas beruhigt haben. Fans verteidigen „Counter-Strike“ als strategisch geprägtes Spiel, bei dem blitzschnelle Reflexe gefragt seien.

(mit Material von dpa)