Unternehmen expandiert

Vito in Remagen investiert vier Millionen Euro

Der erste Spatenstich: Wirtschaftsförderer Marx Bors (v.l.) , Markus Schneider, Werner Kayser (Vito), Remagens Bürgermeister Björn Ingendahl und Vito-Geschäftsführer Michael Büchner auf der Baustelle im Remagener Gewerbegebiet Süd.

Der erste Spatenstich: Wirtschaftsförderer Marx Bors (v.l.) , Markus Schneider, Werner Kayser (Vito), Remagens Bürgermeister Björn Ingendahl und Vito-Geschäftsführer Michael Büchner auf der Baustelle im Remagener Gewerbegebiet Süd.

REMAGEN. Remagener Klebespezialist baut eine neue Werkshalle. Fertigstellung soll im Mai 2020 sein. Mehr als 50 kleine und große Unternehmen mit mehr als tausend Mitarbeitern haben sich in der jüngsten Vergangenheit im Gewerbegebiet zwischen Fachhochschule und Kripper Sportplatz angesiedelt.

Die Remagener Firma Vito-Irmen expandiert kräftig. Für mehr als vier Millionen Euro wird derzeit im Gewerbegebiet Remagen-Süd eine riesige Lager- und Maschinenhalle gebaut. 6000 Quadratmeter nutzbare Fläche, verteilt auf zwei Stockwerke, sind in der Entstehung. Vito-Geschäftsführer Michael Büchner, Remagens Bürgermeister Björn Ingendahl und der Wirtschaftsförderer der Stadt, Marc Bors, sorgten nun für den ersten Spatenstich.

Eigentlich liegt der Firmensitz des Herstellers einseitiger und doppelseitiger Klebebandlösungen im benachbarten Kripp. „Wir können uns dort aber nicht weiter ausdehnen“, erklärte Unternehmenschef Büchner. Zwar will man die Verwaltung (Werk 1) zunächst an der Kripper Mittelstraße belassen, doch längst ist an der Robert-Bosch-Straße, wo nun die neue Halle entsteht, ein weiteres Grundstück gekauft. In Zukunft stehen dem Zulieferer der Bau-, Glas-, Automobil- und Medizinindustrie dort 25 000 Quadratmeter Firmenfläche für die Werke 2 und 3 zur Verfügung. „Wir wollen das Areal sukzessive bebauen“, teilte Michael Büchner dem General-Anzeiger mit.

Es ist das letzte größere zusammenhängende freie Gelände im Remagener Gewerbegebiet, sagte Wirtschaftsförderer Marc Bors mit gewissem Stolz. In der Tat ist die Gewerbeentwicklung im Süden der Stadt sehr erfreulich. Mehr als 50 kleine und große Unternehmen mit insgesamt mehr als eintausend Mitarbeitern haben sich in der jüngsten Vergangenheit zwischen Fachhochschule und Kripper Sportplatz angesiedelt.

Derzeit 100 Mitarbeiter beschäftigt

Die neue Vito-Halle soll bereits im Mai des kommenden Jahres fertiggestellt sein. Dies mit Hilfe von zahlreichen Fertigelementen. Das neue Gebäude, so Geschäftsführer Michael Büchner, soll neuesten energetischen Erkenntnissen Rechnung tragen.

Das Unternehmen wurde bereits im Jahre 1907 in Weißenthurm gegründet. Dies als technischer Großhandel für chemisch-technischen Erzeugnisse. Gründer war Alfred Irmen. Mitte der 1920er Jahre erfolgte der Umzug nach Remagen. Zu dieser Zeit wurde noch nicht selbst fabriziert, sondern ein technischer Handel mit Produkten, vornehmlich für die Lederwarenindustrie betrieben. Das ehemalige „Irmenhaus“ stand in Remagen neben der jetzigen Zweigstelle der Kreissparkasse.

Nach wirtschaftlichen Flauten und einem schwierigem Wiederanfang nach dem Zweiten Weltkrieg sowie mit neuen Inhabern kam dann der große Durchbruch zur damals noch neuen Selbstklebetechnik. Seit 1955 ist man auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von selbstklebenden Produkten spezialisiert. 1964 zog das Unternehmen an die Mittelstraße in Kripp, nachdem man drei Jahre zuvor ein geeignetes Grundstück gekauft hatte.

Rund 100 Mitarbeiter sind derzeit bei Vito-Irmen beschäftigt. Mehr als die Hälfte der in Remagen hergestellten Produkte werden ins Ausland exportiert. Zur Produktpalette gehören beispielsweise Spiegelklebebänder, Spiegelaufhängungen, Transferklebefilme, selbstklebende Montagebänder, Schaumstoffe aus Polyethylen, Polyurethan, Polyvinylchlorid oder auch Folien aus Metall, PE, PU und PVC wie auch andere Oberflächenschutzfilme, insbesondere für die Automobilindustrie im In- und Ausland.