Rhein Ahr Campus in Remagen

Seit zehn Jahren betreuen vier Erzieherinnen die Kleinsten

Ein Vater bastelt mit dem Nachwuchs.

REMAGEN. Beruf und Familie zu vereinen, ist nicht immer leicht. Das zeigt sich besonders im Hochschulbereich. Dort gilt es, familienfreundliche Bedingungen für die Hochschulangestellten zu schaffen und insbesondere zu gewährleisten, dass das Studieren mit Kind gelingt.

Die Hochschule Koblenz nimmt das Thema "Familienfreundliche Hochschule" ernst und hat zwei hochschulnahe Kindertagesstätten des Studierendenwerks eingerichtet. Dort finden Hochschulangehörige eine Betreuungsmöglichkeit für ihre Sprösslinge, so dass sie sich auf Arbeit und Studium konzentrieren können. Nun konnte die Kita am Remagener Rhein Ahr Campus (RAC) ihr zehnjähriges Bestehen feiern.

"Was vor zehn Jahren im Landkreis noch ein Einzelfall war - die Betreuung für unter Dreijährige -, ist heute zum Glück selbstverständlich", so Landrat Jürgen Pföhler bei der Eröffnung des Jubiläumsfestes. Über diese Entwicklung freuten sich auch Professor Stefan Sell von der Hochschule Koblenz und Gabriele Riedle-Müller, die Geschäftsführerin des Studierendenwerks Koblenz.

Beide kämpften damals hart dafür, dass diese Betreuungsmöglichkeit in Remagen entsteht. Heute können in der Einrichtung 14 Kinder im Alter von vier Monaten bis zu drei Jahren betreut werden.

Das hochschuleigene Angebot zur Unterstützung von Familien ist seit den Anfängen im Jahr 2004 stark gewachsen. Still- und Wickelräume, eine Babysitter-Börse im Internet, Ferienbetreuung, ein kostenfreies Mensa-Essen für Kinder von Hochschulangehörigen sowie finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten sind Angebote, die Eltern im Gleichstellungsbüro der Hochschule finden. Die Kinder der RAC Kita werden von vier Erzieherinnen betreut.

"Wir legen Wert auf eine individuelle Entwicklung unserer Schützlinge", so Leiterin Katharina Adendorf. Zwei Schlafräume, ein kindgerechtes Badezimmer, ein großer Tisch für das gemeinsame Frühstück und Mittagessen, Basteltische, Kletterturm, Kuschelhöhle, eine große Auswahl unterschiedlichster Spielsachen und ein vielseitiger Außenbereich mit Sandkasten, Nestschaukel und Matschbecken tragen dazu bei, dass die Kleinen das Leben mit allen Sinnen entdecken können.

"Ich danke Frau Adendorf und ihrem Team, die die Entwicklung der Kinder zu einer eigenständigen Persönlichkeit mit viel Herzblut unterstützen", so Gabriele Riedle-Müller in ihrem Grußwort. Dem konnte sich auch Ines Handrack, die Vorsitzende des Elternausschusses und Mutter von drei Kindern, anschließen: "Dieser Ort ist für unsere Kinder ihr zweites Zuhause. Sie erfahren hier Anleitung, Trost, Unterstützung und Beisammensein."

Ihre Kinder waren natürlich ebenfalls mit von der Partie, als es darum ging, das Festangebot in der Kita mit Leben zu füllen: Bei Dosenwerfen, Basteln von Schüttelflaschen oder Klettern konnten die Kinder sich ausprobieren, aber auch eigene Buttons kreieren, im Sandkasten toben oder das reichhaltige Grill- und Kuchenbüfett plündern.