Kooperation mit dem Arp Museum

"Rheinschlafen" am Remagener Ufer

"Gute Nacht" kann man Wanderern oder Radtouristen am Rolandswerther Rheinufer fortan wünschen.

REMAGEN. Das Skulpturenufer in Remagen ist um zwei weitere Kunstwerke reicher. In Kripp wurde das Bodenkunstwerk "Lapsus" offiziell freigelegt, in Rolandswerth zwei parallel zum Rhein ausgerichtete Wandscheiben, die den bemerkenswerten Titel "Rheinschlafen" tragen.

Beide Kunstwerke sind Bestandteil des dauerhaften Kunstprojektes, das die Stadt Remagen gemeinsam mit dem Arp Museum seit dem Jahre 2000 auf den 14 Rheinkilometern zwischen Rolandswerth und Kripp durchführt. Zwölf Skulpturen sind bereits realisiert.

"Das Uferprojekt greift den Gedanken von Hans Arp auf, Kunst in das Leben und die Natur zu integrieren", erklärte der Direktor des Arp Museums, Oliver Kornhoff. Damit das Skulpturenufer mit dem Fahrrad abgefahren werden kann, hat das Museum 20 Räder ("Arp-Citybikes") beschafft, die bei Bedarf ausgeliehen werden können.

"Lapsus" (Ausrutscher) hat der Ludwigshafener Künstler Michael Volkmer sein "Boden-Mosaik" genannt. Es ist ein elfenbeinfarbener Schriftzug, gegossen in Verbundpflastersteine, über die man fortan radelt oder wandert.

Passend zum Frühlingsbeginn hat der Bremer Künstler Joachim Manz eine zweiteilige Skulptur geschaffen, die durchaus für Furore sorgen dürfte. Radreisenden oder Wanderern bietet sie nämlich eine außergewöhnliche Attraktion: Das Übernachten unter freiem Himmel mit Blick auf den Drachenfels. "Rheinschlafen" nennt Manz sein tolles Werk.

Insgesamt vier Liegen, abgeschirmt von Seitenwänden, können ausgeklappt, zwei Markisen ausgefahren werden. Der Übernachtung im Freien steht nun nichts mehr im Wege. Die Konstruktion besteht aus geflochtenen Weidenruten, Holz und Aluminiumblechen.

Ein idealer Zufluchtsort am Rhein. Um die Liegen auszufahren, bedarf es eines Schlüssels, der beim benachbarten Campingplatzbetreiber in Rolandswerth geholt werden kann. Begeistert zeigten sich neben Kornhoff auch Remagens Bürgermeister Herbert Georgi und Wirtschaftsförderer Marc Bors. Bis zum nächsten Jahr soll das Skulpturenufer komplett sein.