Alleinstellungsmerkmal

Remagen setzt beim Tourismus auf berühmte Brücke

Wirtschaftsförderer Marc Bors, Agenturvertreter Franz-Josef Gemein, Björn Ingendahl und Marcel Möcking.

Wirtschaftsförderer Marc Bors, Agenturvertreter Franz-Josef Gemein, Björn Ingendahl und Marcel Möcking.

REMAGEN. Ein neues Stadtmarketing mit neuem Logo soll in Remagen einen größeren Aufschwung beim Tourismus bringen. Die Brücke Remagen spielt als Alleinstellungsmerkmal eine wichtige Rolle.

Die Stadt Remagen möchte ihre Alleinstellungsmerkmale künftig stärker hervorheben. Bürgermeister Björn Ingendahl sprach von einem „Imagewechsel“, dessen Grundzüge nun präsentiert wurden. Die vor 2000 Jahren von den Römern gegründete Stadt am Rhein will sich neu positionieren, in ihrer Stadtwerbung eine neue Bildsprache in den Vordergrund rücken und mit einem neuen Logo für einen Wiedererkennungswert sorgen.

Ob Visitenkarte, E-Mail-Signatur oder Briefpapier: Remagens neues Logo soll werbewirksam in einem modernen Design in Grün und Blau einzelne Kampagnen und die Werbung der Stadt unterstützen. „Remagen hat vieles an Schönheit und Kultur zu bieten. Aber – international betrachtet – vor allem ein großes Pfund, das in der Nähe keine andere Stadt aufzubieten hat: die Brücke von Remagen“, erklärte Stadtchef Ingendahl.

Und so zieren die Pfeiler der ehemaligen „Brücke von Remagen“ das Logo, einseitig flankiert von sechs Sternen, die für die Ortsbezirke stehen sollen. Der Rhein und das Siebengebirge sind eher minimalistisch angedeutet. „Die Stadt Heidelberg, das Schloss Neuschwanstein und die Brücke von Remagen: Für Amerikaner zählt die Ruine der Rheinbrücke zwischen Bonn und Koblenz zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten in Deutschland“, zitierte Ingendahl eine überregionale Zeitung. Remagen wolle diese Tatsache für den Tourismus und das Stadtmarketing stärker nutzen.

Auf mittlere Sicht solle die Brücke verstärkt zu einem Ort der internationalen Begegnung für Frieden, Demokratie, Freiheit und Europa weiterentwickelt werden, führte der Bürgermeister aus. Dazu gehöre die Erweiterung der bisherigen Dokumentation in den Brückentürmen untergebrachten Friedensmuseum um in die Gegenwart und die Zukunft führende Bestandteile. „So werden wir die Attraktivität des Museums und auch der Stadt erhöhen“, glaubt Ingendahl. Er lobte „das frische Design“ und sprach von einer „klaren Positionierung der Stadt“.

Er sei davon überzeugt, dass der neue Stadtauftritt auch in der Bevölkerung auf hohe Akzeptanz stoßen werde. Als besonderes Alleinstellungsmerkmal nannte Remagens Tourismusleiter Marcel Möcking den Rhein, mit der „wohl schönsten Promenade zwischen Koblenz und Bonn“ sowie die Brücke mit ihrer historischen Bedeutung und internationalen Bekanntheit. Auch die sechs Ortsteile sollen künftig im Marketing stärker eingebunden sein, schließlich handele es sich bei Remagen, Oberwinter, Rolandswerth, Kripp, Unkelbach und Oedingen um Orte mit „individuellem Charme, vielfältiger Geschichte und lebendigem Vereinsleben“.

Zu den von einer Kommunikationsagentur entworfenen Marketingaussagen gehört „das Erleben einer rheinischen Stadt mit Wurzeln in der Römerzeit, historischer Altstadt, modernen Geschäften, Freude an Kunst, Kultur und Wissenschaft“, ferner: „Den Rhein und das Leben genießen“, „Die Faszination der Kunst erleben“ oder auch „Shoppen wird zum Einkaufserlebnis“.