Nahverkehr auf der Schiene

Neue Zug-Generation für die Mittelrheinbahn

Eine neue Zuggeneration ist Richtung Remagen in Anfahrt.

Eine neue Zuggeneration nimmt Kurs auf Remagen.

Remagen. Auf der Strecke Köln-Remagen werden ab 2020 längere und modernere Züge eingesetzt. Mit dem Bau der jetzt bestellten Züge im Werk von Siemens Mobility in Krefeld soll Ende 2019 begonnen werden.

Auf dem stark frequentierten Streckenabschnitt der Mittelrheinbahn (RB 26) zwischen Köln und Remagen können ab Dezember 2020 längere Züge eingesetzt werden. Dies wird möglich, da sich die zuständigen Zweckverbände mit dem Leasingunternehmen Alpha Trains und dem Eisenbahnunternehmen TransRegio Deutsche Regionalbahn darauf verständigt haben, dass deren Zugflotte um sechs Neufahrzeuge vom Typ Mireo erweitert wird.

Bereits seit 2008 setzt TransRegio Züge von Alpha Trains für die Mittelrheinbahn ein. Derzeit sind auf der Strecke Köln-Koblenz-Mainz insgesamt 17 Triebzüge vom Typ Desiro Mainline des Herstellers Siemens unterwegs. Die neuen Mireo-Triebzüge, ebenfalls von Siemens, werden zukünftig überwiegend auf dem Streckenabschnitt der RB 26 zwischen Mainz und Bingen eingesetzt.

"Dadurch werden andere Fahrzeuge frei, und wir können den von den Fahrgästen stark nachgefragten Streckenabschnitt zwischen Köln und Remagen zukünftig mit Zügen des Desiro Mainline mit drei statt zwei Triebwagen bedienen", so der Geschäftsführer des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland, Heiko Sedlaczek. Dies entspreche einer Kapazitätserhöhung auf diesem Streckenabschnitt um 50 Prozent und werde eine "enorme Verbesserung für die Fahrgäste bringen".

Komfortabel und energieeffizient

Die neuen Züge aus dem Hause des Zugherstellers Siemens gelten als besonders energieeffizient. Der Mireo ist ein Regionalzug der neuesten Generation und wird seit 2018 gebaut. Grundlage hierfür bilde die selbsttragende, geschweißte Leichtbaustruktur in Aluminium-Integralbauweise, so Sedlaczek.

Auch die verbesserte Aerodynamik, die Energieeffizienz der Komponenten und das intelligente Bordnetzmanagement trügen zur Reduzierung von Ressourcen, Emissionen und Lärm bei, teilte Siemens mit. Aufgrund der verwendeten Materialien komme der Mireo auf eine Recycling-Quote von 95 Prozent am Ende der Lebensdauer. Mit dem Bau der jetzt bestellten Züge im Werk von Siemens Mobility in Krefeld soll Ende 2019 begonnen werden.

Für den Komfort der Fahrgäste sorgen großzügige Sitzabstände und ergonomisch geformte Fahrgastsitze. Separate Mehrzweckbereiche sollen Abstellflächen zur Mitnahme von Fahrrädern bieten. "Für aktuelle Fahrgastinformationen stehen große Displays zur Verfügung, zudem gibt es Internet an Bord sowie ein Sicherheitsüberwachungssystem", erklärte Siemens. Zur Erleichterung des Einsteigens erhalten alle Einstiege zwei übereinanderliegende Schiebetritte, die jeweils in Abhängigkeit von der Bahnsteighöhe ausgefahren werden können.