Kosten für die Sanierung der Burgmauer werden neu berechnet

Mauer am Rolandsbogen wird teurer

ROLANDSWERTH. "Die Arbeiten auf dem Rolandsbogen werden noch bis zum Frühjahr dauern." Das sagt Jörg Pierdzig von der Eigentümergemeinschaft Develop-Visio GmbH aus Bonn im Gespräch mit dem General-Anzeiger.

Konkret geht es dabei um die ohnehin vorgesehen Sanierung der historischen Burgmauer und die Wiederherstellung des im Frühjahr eingestürzten Mauerstückes, das die Treppe zum Rolandsbogen getragen hatte (der GA berichtete).

"Alles klappt gut, aber es dauert auch" sagte Pierdzig. Die komplette Mauer sei durch Stahlnetze gesichert, durch die dann vor der Neuverfugung Sicherungsanker in den Berg getrieben würden. "Davon brauchen wir deutlich mehr als vorgesehen, denn man kann halt nicht durch eine Wand schauen. Da helfen auch keine Probebohrungen."

Deshalb werde sich die komplette Maßnahme auch verteuern. Nach ursprünglich vor dem Einsturz geplanten 400 000 Euro, dann durch den Einsturz hinzugekommenen 200 000 Euro, werde zurzeit neu kalkuliert. "Es wird etwas teurer werden", sagte Pierdzig, aber das müsse der Sicherheit geschuldet werden.

Die Sicherungsarbeiten an der Mauer sollen jedenfalls bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Dann folge die "Verkleidung" der Betonmauer, die an der Einsturzstelle hochgezogen wurde. So kommt quasi eine Wand aus den alten Steinen vor eine nagelneue Wand, die dann den Ansprüchen des Denkmalschutzes entspricht. Wenn dieser Teil der Burgmauer dann wieder "wie original steht", werde zum Finale der alte Aufgang mit Treppe und Podesten wieder hergestellt.

"Das wird erst im Frühjahr möglich sein." Pierdzig hofft, dass die Behelfstreppe zum Beginn der neuen Tourismussaison auf dem Rolandsbogen dann abgebaut werden kann.

Auch hofft der Vertreter der Eigentümergemeinschaft, dass die Verhandlungen in Sachen Fördermittel nach der Neukalkulation positiv verlaufen. Denn bislang waren aus Gründen des Denkmalschutzes 80 Prozent der Kosten als Fördermittel zugesagt, die sich der Bund und das Land Rheinland-Pfalz zu gleichen Teilen teilen.