Kommentar

Kommentar - An einem Strang

Es ist ein bemerkenswerter Akt der Solidarität, der Eintracht, des Miteinanders und der Einmütigkeit: Remagen zieht an einem Strang, wenn es gegen Rechts geht.

Geschäftsleute, Vereinsvertreter, Kommunalpolitiker, Künstler, Behördenleiter und Wirtschaftsvertreter wollen an dem Tag, an dem aus allen Teilen der Republik anreisende Rechtsradikale mit merkwürdigen Einstellungen und Kenntnissen über historische Wahrheiten dumpfe Parolen aussenden, Zeichen für Frieden und Demokratie setzen und Flagge für Freiheit und Völkerverständigung zeigen.

Remagen wird sich am 24. November als große intakte Solidargemeinschaft zeigen, die es nicht hinnehmen will, dass der Name der Stadt in den braunen Schmutz gezogen wird. Bunt und vielfältig wird sich die Gemeinschaft der Remagener präsentieren.

Der weit an der Innenstadt vorbei ziehende düstere Zug der Neonazis wird so im wahrsten Sinne des Wortes zur bloßen Randerscheinung. Das fröhliche und lebensbejahende Miteinander findet nämlich woanders statt: im Herzen der Stadt.