Buntes Treiben zur Apollinaris-Wallfahrt

Jakobsmarkt lockt Besuchermassen nach Remagen

Riesenandrang beim Jakobsmarkt in Remagen.

Riesenandrang beim Jakobsmarkt in Remagen.

REMAGEN. Der traditionelle Jakobsmarkt lockte am Wochenende Besuchermassen nach Remagen. Er sorgte unter anderem für buntes Treiben zur begonnenen Apollinaris-Wallfahrt.

Zur Remagener Apollinaris-Wallfahrt gehört traditionell der Jakobsmarkt in der Innenstadt. Mehr als 250 Händler bieten dort ihre Waren unter dem Motto „Op dem Maat jidd et (fas) alles“ feil. Gepaart mit bestem Wetter ist dies ein Magnet für die Massen und diese ließen nicht lange auf sich warten. Bald schon gab es rund um die Innenstadt keinen Parkplatz mehr, und der Lindwurm der Flaneure und Einkaufswilligen zog sich die ganze Länge der Stände entlang, die sich über Alte Straße und Marktstraße bis hin zum Marktplatz zogen.

Kein Wunsch blieb unerfüllt. Abstrakte Kunst in Grautönen findet sich auf dem Jakobsmarkt ebenso wie Dekotiere in allen Farben des Regenbogens. Große Blumenampeln in Fischform wechselten den Besitzer, wie auch kleine Kätzchen aus Metall. Campingstühle mit Wirbelsäulenstütze luden zum Verweilen ein und die Luft war vom Duft unzähliger Lavendel-Säckchen und sonstigen Kräutern erfüllt. Mittelchen zur Reinigung jeglicher Oberflächen wurden lautstark vorgestellt und ein neues Kinderfahrrad für den Nachwuchs gekauft. In der Höhe der Sankt-Anna-Kapelle gab es alle möglichen Sorten an Obst und Gemüse.

Knoblauch aus Frankreich gesellte sich zu einem Stand, an dem Kaufverträge über Markisen abgeschlossen wurden. Von Marktklassikern wie Süßwaren oder Tees bis hin zu Gesundheits-Kuriositäten wie Ziegenbutter-Balsam wurde keine Marktlücke ausgelassen. Viele Besucher zeigten sich gegenseitig Witzschilder oder erwarben eine lustige Tafel für den heimischen Kühlschrank.

Lederwaren in Masse

Wer auf der Suche nach einem neuen Gürtel war, dem kam besonders auf seine Kosten. Soweit das Auge reicht, wurden Lederwaren in Masse angeboten. Taschen, Geldbörsen und Schmuck komplettierten das Angebot. Edelsteine waren ebenfalls hoch im Kurs. Eine Besucherin prüfte mit kritischem Blick in Spiegeln, ob der Amethyst als Ohrring an ihr gut aussieht. Die nächste fragte ihren Mann, ob ihr das Collier auch wirklich stehe. Neben den Einkaufsständen, stellten sich an einigen Informationsständen auch örtliche Institutionen vor, wie etwas das Tierheim Remagen, an dessen Stand man Tierbedarf erwerben konnte, oder die Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr.

Wer dem Trubel in den engen Gassen entkommen wollte, dem bot die Rheinpromenade einen Ort zum verschnaufen. Mit Crêpes, Currywurst und Fritten war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Währenddessen konnten sich die Kleinen auf den Attraktionen der Schaustellerfamilie Doussier aus Oberzissen austoben. Im Riesenrad konnte man das Rheinpanorama ausgiebig genießen und auf dem Karussell drehten sich Feuerwehrwagen, Pferdekutsche und Rakete umeinander.

Am Sonntag, 28. Juli, ist der Markt erneut von 11 bis 18 Uhr geöffnet. In der Bachstraße gibt es einen kostenfreien Kinderflohmarkt und ab 14.30 Uhr kommen auf der Rathaustreppe Fundsachen „unter den Hammer“.