Militärhubschrauber am Rhein

Helikopter der US-Armee über der Region gesichtet

Ein Transporthubschrauber Boeing CH-47 Chinook.

Ein Transporthubschrauber Boeing CH-47 Chinook.

Remagen. Mehrere Helikopter der US-Armee sind zuletzt über der Region gesehen worden - unter anderem über Remagen, Bad Hönningen und Hennef. Sie sind Teil eines großen Militärtransports nach Osteuropa.

Sechs Hubschrauber des Typs H-47 Chinook sind am vergangenen Montagvormittag gegen 11.20 Uhr entlang des Rheins über Remagen und Bad Hönningen hinweg geflogen. Sie gehören zur Flotte der US-Armee, wie am Freitag das Luftfahrtamt der Bundeswehr auf GA-Anfrage bestätigte.

Ähnlich wie die Panzer, die Ende Januar und Anfang Februar auf Schiffen rheinaufwärts transportiert wurden, sind die Hubschrauber Teil der Operation "Atlantic Resolve", mit der die US-Armee nach eigenen Angaben die Stabilität in den osteuropäischen Nato-Ländern sichern will.

Wie es in einer Mitteilung der US-Armee vom 1. Februar heißt, wurden aus Fort Riley im US-Bundesstaat Kansas 85 Hubschrauber nach Belgien transportiert, wo sie zunächst zwischengelagert wurden. Nun werden sie schrittweise in osteuropäische Länder verlegt. Das gilt auch für die am Montag von zwei GA-Lesern über Remagen und Bad Hönningen gesichteten Transporthubschrauber des Typs H-47 Chinook, die aber zunächst an ihrem Trainingstandort im bayrischen Illesheim stationiert werden, wie Armee-Sprecher Selwyn Johnson am Freitag auf GA-Anfrage erklärte. Kampfhubschrauber des Typs AH64 beobachtete ein Leser am Samstag in der Luft über Hennef. Insgesamt werden 20 Hubschrauber dieses Typs verlegt.

 

"Unsere Brigade wird in den nächsten zwei Wochen aufgestellt", heißt es in der Mitteilung der US-Armee. "Wir haben Kräfte, die sowohl nach Deutschland als auch nach Polen, Lettland, Rumänien und Bulgarien gebracht werden." Sie seien hier, um den schnellen Einsatz im Ernstfall zu simulieren, die Abschreckungsfähigkeiten zu verbessern und die Zusammenarbeit mit den europäischen Partnern zu stärken. In den kommenden Tagen könne es zu weiteren Flügen entlang des Rheins kommen.