Ortsvorsteher in Kripp

Heinz-Peter Hammer zieht Kandidatur zurück

Heinz-Peter Hammer.

Heinz-Peter Hammer.

KRIPP. Der Kripper Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer (CDU) wird bei der Kommunalwahl 2019 nicht erneut kandidieren. Im Ortsbeirat verkündete er am Donnerstagabend, dass er seine Kandidatur zurückziehe.

Seit fast 15 Jahren ist Heinz-Peter Hammer (CDU) Ortsvorsteher von Kripp und hatte seinen Hut für die Kommunalwahl 2019 wieder in den Ring geworfen. Im Ortsbeirat am Donnerstagabend wartete Hammer dann mit einem Hammer auf. Er verkündete, dass er nach Rücksprache mit Bürgermeister Björn Ingendahl seine Kandidatur zurückziehe.

Hammer erklärte: „Da ich Kripper mit Leib und Seele bin, habe ich mich vor 15 Jahren zur Wahl gestellt. Ich habe Höhen und Tiefen erlebt. Doch kann ich ruhigen Gewissens behaupten: Wir haben viel geschafft in dieser Zeit.“

Er habe sich darüber gefreut, dass die CDU ihn erneut als Ortsvorsteher-Kandidat nominiert habe, Doch er habe die „Sommerpause“ genutzt, die erneute Kandidatur zu überdenken: „Ich hätte bei der kommenden Kommunalwahl einen Mitbewerber, der, nach meiner Einschätzung, alle Voraussetzungen mitbringt, um ein guter Ortsvorsteher zu werden, ein Ortsvorsteher für unser Kripp. Genau so habe ich mir einen Nachfolger vorgestellt, auch, wenn er leider nicht meiner Partei angehört. Jedoch kommt er aus unserer Mitte, mitten aus Kripp.“ Damit meinte Hammer den 20 Jahre jüngeren Axel Blumenstein von der FBL. Der 41-Jährige war im August von der Freien Bürgerliste auf den Schild gehoben worden.

Dazu erklärte Sebastian Schmickler, Vorsitzender der CDU in Kripp: „Es ist zwar ein seltener Fall, dass ein CDU-Mann freiwillig für einen FBL-Kandidaten das Feld räumt, doch wir haben mit der FBL-Fraktion immer gut zusammengearbeitet. Axel Blumenstein ist Kripper durch und durch. Da muss man das nicht durch die Parteibrille sehen.“ Hammer sieht das so: „Ob ich nun am Ende gewählt werde oder nicht, was bliebe, wäre verbrannte Erde. Die gute Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen im Ortsbeirat würde so oder so Schaden nehmen und im Falle meiner Wahl ginge ein guter Kandidat für Kripp verloren. Keiner weiß, was dann in fünf Jahren wäre bei der nächsten Wahl.“

Das möchte Hammer vermeiden: „Dafür liegt mir Kripp zu sehr am Herzen. Deshalb habe ich mich entschlossen, nicht mehr als Ortsvorsteher für Kripp zu kandidieren, sondern, mich wie bisher auch, um einen Sitz im Remagener Stadtrat und im Kreistag zu bewerben.“ Auch da könne er sich „mit aller Kraft für Kripp einsetzen“.