"Scarborough Fair"

Großes Sommerkonzert der Integrierten Gesamtschule Remagen

Finley Friedrich (l.) und Joschka Mertmann aus der Klasse 5 a singen im Chor der Unterstufe.

Finley Friedrich (l.) und Joschka Mertmann aus der Klasse 5 a singen im Chor der Unterstufe.

REMAGEN. Das große Sommerkonzert der Integrierten Gesamtschule Remagen vereinte fast 250 Akteure und viele musikalische Glanzlichter. Eine Premiere erlebten die Zuhörer, als rund 150 junge Sänger des Unterstufenchores erstmals auf die Bühne traten.

Auch wer der französischen Sprache nicht mächtig war, verstand die gesungene Botschaft der Sechst- bis Neuntklässler vom Wahlpflichtfach Französisch: Es ging um Frieden, die Erde und wie wunderbar und schützenswert diese ist. Dass Musik verbindet, wurde deutlich beim Sommerkonzert in der Integrierten Gesamtschule (IGS) im Remagener Schulzentrum. Premieren, Altbewährtes und Abschiede brachten fast 250 Akteure auf die Bühne.

Die Bläsergruppe der fünften Klassen bewies zum Auftakt, dass sie auch nach nur einem Jahr gemeinsamen Spiels schon über ein breites Repertoire an Stücken verfügt. Insbesondere bei den schnellen Schlusstakten von „Old Macdonald had a farm“ war ihnen und dem Publikum die Freude anzusehen. Die Bläsergruppe der Sechstklässler bewies mit Werken von Ludwig van Beethoven und aus dem Film „Jurassic Park“, wie voluminös und kraftvoll so ein Orchester aufspielen kann. In der Big Band der IGS, die ab der siebten Klasse besucht werden kann, zeigten zum zweiten Mal auch zwei Lehrerinnen ihr Können an den Klarinetten.

Eine Premiere erlebten die Zuschauer, als die Bühne sich langsam mit 150 Schülern füllte, die Tim Bendzkos „Keine Maschine“ sehr engagiert sangen. Der Unterstufenchor sei zum Leben erwacht und werde sicherlich auch in Zukunft weiter in Erscheinung treten, wie Franz Janson, einer der beiden Leiter des Chores und Moderator des Abends, erklärte.

Ritter Rost und die Hexe Verstexe

Die Musical-AG hatte sich ein Jahr lang ausgiebig mit Ritter Rost und der Hexe Verstexe beschäftigt: Unbefangen präsentierten auch kleinere Schülergruppen ihre Lieder und Raps. Zeug zum Ohrwurm hatte nicht nur die Zeile „Räuber sein ist herrlich, aber auch gefährlich.“ Zu den besonderen Momenten des Abends gehörte der Soloauftritt von Anouk Höcky. Als sei sie ganz allein im Raum, sang und begleitete sich die Neuntklässlerin zu Simon and Garfunkels „Scarborough Fair“ selbst an der Gitarre. Ganz ruhig war es dabei im Publikum. Es schien, als hole erst der Applaus alle zurück in diese Welt.

Wie schon im Vorjahr beeindruckte auch Sechstklässler Nico Schäfer mit seinem Können am Klavier. Diesmal mit dem Präludium in C-Dur von Johann Sebastian Bach.

Traditionell bildet der Chor der Abschlussklassen den letzten Programmpunkt des Konzertabends. Die Zehntklässler und einige Ehemalige sorgten mehrstimmig für die ein oder andere Gänsehaut. Bewegend war Solistin Nada Soliman (Klasse 10 a) bei Leonhard Cohens „Hallelujah“, bevor ganz am Ende auch das Publikum „We are the World“ mitsang. Der Dank galt allen Besuchern und Akteuren, inklusive der Technik-AG.