Einsatz nach dem Mittagessen

Großeinsatz wegen Übelkeit in zwei Kitas in Remagen

Ein Rettungswagen mit Blaulicht fährt über eine Straße.

Symbolbild.

Remagen. In einem Großeinsatz sind am Freitagmittag Rettungskräfte zu zwei Kindertagesstätten in Remagen ausgerückt. Etwa 30 Kinder und mehrere Erzieher hatten nach dem Mittagessen über Übelkeit geklagt.

Ein Großeinsatz von Rettungskräften hat am Freitag in den katholischen Kindertagesstätten Sankt Martin in der Remagener Kernstadt und Sankt Johannes Nepomuk in Kripp Eltern und Nachbarn der Kitas aufgeschreckt. Dies hat die Kreisverwaltung auf GA-Anfrage am Montag bestätigt. Unmittelbar nach dem Mittagessen – es gab nach GA-Informationen Käsespätzle und Salat – sollen etwa 30 Kinder und rund sechs Erzieher über Übelkeit geklagt und sich erbrochen haben.

Diese hohe Anzahl von Betroffenen rief unter anderem das Deutsche Rote Kreuz und die Feuerwehr auf den Plan. Auch Remagens Bürgermeister Björn Ingendahl machte sich ein Bild von der Lage. Nach GA-Informationen soll eine Erzieherin die Nacht im Krankenhaus verbracht haben.

Wie die Erzieher seien auch die Kinder noch an Ort und Stelle ärztlich untersucht worden, es sei aber keine weitere Klinikeinweisung für notwendig erachtet worden. Schon nachmittags habe sich die Lage stabilisiert. Und nicht alle Kinder, die das Essen gegessen hätten, hätten danach Symptome gezeigt.

Gesundheitsamt nahm Proben beim Caterer

Die Kita gGmbH Koblenz als Träger beider Einrichtungen hat nach eigenen Angaben sofort das Gesundheitsamt des Kreises Ahrweiler und den für beide Einrichtungen zuständigen Caterer informiert. Das Mittagessen als Ursache „könnte möglich sein“, heißt es von Trägerseite, die aber am Montag keine weiteren Informationen geben wollte.

Die Mitarbeiter der zuständigen Fachabteilungen Lebensmittelüberwachung und Gesundheitsamt haben, so die Stellungnahme der Kreisverwaltung, umgehend die erforderlichen Maßnahmen in den Kitas und bei dem Caterer eingeleitet und Proben genommen. Diese wurden den entsprechenden Untersuchungsämtern zugeleitet. Mit Ergebnissen ist in einigen Tagen zu rechnen.

Aufgrund der erforderlichen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen hat sich der Träger in Abstimmung mit der Kreisverwaltung entschlossen, die Kitas in Remagen und Kripp erst wieder am Dienstag zu öffnen.

Weitere Fälle in der Waldorfer Kita

Wie die Kreisverwaltung am Montag mitteilte, sind am Freitagnachmittag weitere Fälle aus der Kita Sankt Remaklus in Waldorf bekannt geworden. Dort trat das Erbrechen der Kinder erst zu Hause auf. Auch dieses Essen stammte laut Kita gGmbH vom gleichen Caterer. Dort wurden ebenfalls entsprechende Maßnahmen seitens der Kreisverwaltung eingeleitet.

Weitere Fälle wurden seitdem nicht gemeldet. „Gemäß derzeitigem Kenntnisstand liegt keine Ausbreitungstendenz vor“, so die Mitteilung aus dem Kreishaus. Nun müssten zunächst die Untersuchungsergebnisse der Proben abgewartet werden. Sobald diese vorlägen, werde die Öffentlichkeit umgehend informiert.