Trinkwasserversorgung

Grüne wollen alten Brunnen in Remagen aktivieren

Besuch im Remagener Brunnenhaus in der Goldenen Meile: (von rechts) Ratsmitglied Volker Thehos, Wolfgang Kochan von der EVM-Betriebsleitung der Remagener Stadtwerke, SGD Nord Präsident Ulrich Kleemann und Grünen-Fraktionssprecher Frank Bliss.

Besuch im Remagener Brunnenhaus in der Goldenen Meile: (von rechts) Ratsmitglied Volker Thehos, Wolfgang Kochan von der EVM-Betriebsleitung der Remagener Stadtwerke, SGD Nord Präsident Ulrich Kleemann und Grünen-Fraktionssprecher Frank Bliss.

REMAGEN. In Remagen könnte so in Trockenperioden zusätzliches Wasser fließen. Im vergangenen heißen Sommer hatten die Pflanzen Probleme.

Auf Einladung der Grünen-Stadtratsfraktion besuchte Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Remagen. Im Mittelpunkt standen Gespräche über die Möglichkeit, den alten Remagener Brunnen in den Rheinwiesen der „Goldenen Meile“ unterhalb der Schwarzen Madonna in Sondersituationen wieder in Betrieb nehmen zu können.

Aufgrund der Trockenheit im vergangenen Sommer herrschte in Remagen bekanntlich in Sachen Trinkwasserversorgung einige Wochen lang quasi ein Notstand. Obwohl die Pumpen auf Hochtouren liefen, konnte vor allem abends zeitweise für die Kernstadt nicht genügend Wasser geliefert werden, um den Bedarf zu decken.

Nur aufgrund des vernünftigen Verhaltens der Bevölkerung, die einem Sparaufruf von Stadt und Betriebsleitung EVM in großem Umfang gefolgt waren, konnte die Situation ohne weitere Probleme überbrückt werden. Idee der Remagener Grünen ist, für den nur für Notzwecke noch in Betrieb gehaltenen, aber funktionsfähigen Brunnen eine Wiederzulassung durch die SGD Nord zu beantragen, damit durch Zupumpen von Wasser die Versorgung der Bevölkerung in außergewöhnlichen Situationen wie im vergangenen Sommer verbessert wird. Bei dem Treffen an der Brunnenanlage, an dem auch die Vertreter der EVM als Betriebsleiter der Remagener Stadtwerke teilnahmen, wurde über einem Umfang von 20 bis 50 Kubikmetern Förderung aus dem Brunnen gesprochen. Dies entspräche einer zusätzlichen Versorgung um 15 bis maximal 25 Prozent, die in heißen und trockenen Sommern zu einer 100-prozentigen Versorgung beitragen könnte.

Allerdings müsste die Stadt die strengen Auflagen zur Wasserqualität einhalten. Dafür seien nach Mitteilung der Grünen einige Investitionen notwendig, da die über 30 Jahre Anlage nicht mehr in allen Punkten den heutigen Anforderungen entsprechen würde.

In einem anschließenden Gespräch mit dem Fraktionssprecher der Grünen im Remagener Stadtrat, Frank Bliss, und Grünen-Ratsmitglied Volker Thehos sagte Kleemann den Remagener Gremien sowie der Stadtverwaltung auch die Unterstützung der SGD Nord bei der weiteren Erarbeitung und Umsetzung der Hochwasserschutzkonzepte für die Stadt und besonders der Ortsteile Oedingen und Unkelbach zu.