Ehrentitel "Nomadin des Jahres"

Goldener Elefant für Stella Deetjen

Auf dem roten Teppich vor Schloss Marienfels: RTL-Moderatorin Annett Möller (von links), Hausherrin Susanne Asbeck, Preisträgerin Stella Deetjen und Gastgeber Frank Asbeck. FOTO: GAUSMANN

Auf dem roten Teppich vor Schloss Marienfels: RTL-Moderatorin Annett Möller (von links), Hausherrin Susanne Asbeck, Preisträgerin Stella Deetjen und Gastgeber Frank Asbeck.

REMAGEN. Was für eine Ambivalenz, wenn die Schmuckdesignerin Susanne Asbeck, Ehefrau von Solarworld-Chef Frank Asbeck, im Schloss Marienfels einen Preis in Form eines hochkarätigen Schmuckstückes der deutschen Entwicklungshelferin Stella Deetjen überreicht, die sich seit 20 Jahren in Indien für Leprakranke und derzeit auch intensiv in Nepal für Erdbebenopfer einsetzt.

Kontrastreich stach die aus Bad Homburg stammende Frau mit ihrem rosa Sari aus dem illustren, überwiegend schwarz gekleideten Kreis der rund 70 geladenen Gäste, darunter auch die RTL-Moderatorinnen Frauke Ludowig und Annett Möller, hervor.

Der rote Teppich wurde am Donnerstagabend vor dem Schloss über Remagen ausgerollt, das bis vor wenigen Jahren Dependance von Thea und Thomas Gottschalk war. Per Shuttle oder Rolls-Royce ging's den gewundenen Kopfsteinpflasterweg den Berg hinauf. "Ich habe gerade mit Thomas gedreht, er hat mir Fotos gezeigt vom Schloss. Schön, dass ich es jetzt mal live sehe", so Ludowig.

Der fünfte Geburtstag ihres Luxuslabels "Nomades" und die Talkshow "B. trifft", in der Deetjen ihre Hilfsorganisation "Back to Life" vorstellte, hatten die Bonner Designerin Susanne Asbeck animiert, den Preis "Nomadin des Jahres" ins Leben zu rufen. "Ich möchte mit meinem Vortrag hier auf dem Schloss der Familie Asbeck ein paar Samen säen. Wenn sie aufgehen, und unsere Projekte wie Kinderheime, Geburtshäuser oder Slumschulen Unterstützung finden, erst recht jetzt nach dem dramatischen Erdbeben, das Nepal noch weiter nach hinten katapultiert hat, dann hat sich die weite Reise gelohnt", so Deetjen zum GA.

"Frau Deetjen ist für mich eine moderne Nomadin. Eine starke Frau mit Esprit. Und diese Frauen sind mein täglicher Inspirationsquell", so Asbeck, deren Kollektionen Beachtung in Hochglanzmagazinen wie "Elle", "Vogue" oder "Madame" finden. War es ein goldener Elefant an schwarzer Kette, den die Preisträgerin in Empfang nahm, hatte "Sonnenkönig" Frank Asbeck zum kleinen Firmenjubiläum seiner Frau ein rotes Herz gefilzt.

Das überreichte er mit einem Zahn: "Den Haifisch habe ich auch getötet. Er steht für deinen Biss", bedankte er sich bei ihr. Mit Sekt des Dernauer Weingutes Meyer-Näkel und Musik, für die Klangwelle-Macher Roland Nenzel verantwortlich zeichnete, bestens versorgt, genoss die Gästeschar von der Terrasse den Blick über den Rhein. Und Frank Asbeck erlaubte dem GA exklusive Einblicke in die seit Gottschalks Auszug kaum veränderten Räume: Da die Bar mit dem Hut von J. R. Ewing und dem Konterfei von Klaus Kinski, dort das Beduinenzimmer von Thea Gottschalk oder die Badewanne des Entertainers, Imitat einer Wanne aus einer Suite des Bayerischen Hofs in München.