Organisierte Kriminalität

Geräte aus Krankenhaus Remagen im Wert von 700.000 Euro gestohlen

Das Krankenhaus Maria Stern in Remagen.

Das Krankenhaus Maria Stern in Remagen.

REMAGEN. Aus dem Remagener Krankenhaus sind medizinische Geräte im Wert von 700.000 Euro gestohlen worden. Das Landeskriminalamt ermittelt wegen organisierter Kriminalität.

Aus dem Remagener Krankenhaus sind medizinische Geräte im Wert von 700.000 Euro gestohlen worden. Einen entsprechenden Bericht des SWR bestätigte die Polizei, die aus ermittlungstechnischen Gründen keine Mitteilung über den Vorgang herausgegeben hatte.

Der groß angelegte Diebstahl ereignete sich bereits am vergangenen Wochenende. Das Remagener Krankenhaus ist nicht die einzige Klinik, die heimgesucht wurde: Auch aus anderen Einrichtungen wurden hochwertige medizinische Geräte gestohlen. In erster Linie handelt es sich um Endoskopiegeräte.

Nach GA-Informationen ermittelt inzwischen das Landeskriminalamt. Nicht zuletzt, weil eine ausgetüftelte organisierte Kriminalität hinter den Diebstählen vermutet wird.

Insgesamt 16 Endoskopiegeräte, die beispielsweise für Lungen- oder Magenspiegelungen genutzt werden, wurden alleine in Remagen entwendet. Der Diebstahl sei am Montag entdeckt worden. Die Diebe seien offenbar über ein Fluchttreppenhaus in den Raum mit den Geräten gelangt.

Die Patienten konnten trotz des Diebstahls wie geplant versorgt werden. Sie wurden zur Behandlung an den Standort nach Linz gebracht. Auch in Bad Dürkheim und Bitburg wurden Geräte entwendet.

Der Diebstahl von Endoskopiegeräten sei im vergangenen Jahr bundesweit im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent gestiegen, hatte der SWR recherchiert. Dadurch sei ein Schaden von insgesamt rund zehn Millionen Euro entstanden. Der Trend setze sich in diesem Jahr fort. Das LKA warnt Kliniken und Arztpraxen in einem Rundschreiben und rät ihnen, die Apparate besser zu sichern.