Werkhallen in Oberwinter

Fotografien des Multi-Künstlers Bryan Adams

Bryan Adams

Mehr als 100 Fotografien von Bryan Adams werden in den Werkhallen Oberwinter ausgestellt.

OBERWINTER. Mehr als 100 Fotografien von Bryan Adams, der nicht nur ein erfolgreicher Rockmusiker ist, sondern sich seit mehr als 16 Jahren als Fotograf betätigt, präsentieren die Werkhallen.

Nach fünfjähriger Galerieerfahrung wollten Christiane Obermann und Axel Burkhard die Kunst „zeitgemäß urban und doch inmitten einer malerischen Landschaft“ ansiedeln, weshalb sie im Juni 2013 ihre „Werkhallen“-Galerie im großzügigen Ambiente dreier ehemaliger Industriehallen in Oberwinter eröffneten.

Dort laufen begleitend zur permanenten Ausstellung Wechselschauen mit Fotografie, Malerei und Bildhauerei. An Fotografen zeigten Obermann und Burkhard in Oberwinter und bereits davor Andreas Mühe, Josef Hoflehner, Hans-Christian Schink, Andreas Bitesnich, David Drebin und Vera Mercer. Im Zentrum einer viel beachteten Ausstellung standen zuletzt Fotografien von Daniel Josefsohn, der noch zur Eröffnung kam, dann jedoch im August verstarb.

In der neuen Präsentation „Bryan Adams – Exposed“, die am Sonntag, 19. Februar, 15 Uhr, durch Anke Degenhard von der kooperierenden Agentur Crossover eröffnet wird, kommen Adams‘ Aufnahmen von bekannten Persönlichkeiten aus der Musik-, Film- und Kunstszene zur Anschauung sowie seine Bilderserie kriegsversehrter Soldaten. Als Star unter Stars hat der kanadische Sänger kollegialen Zugang zur Welt des Glamours.

Ob in die Ästhetik des Schnappschusses oder der klassischen Studioaufnahme, ihm kommen die Berühmtheiten, etwa Kate Moss, Mick Jagger, Ben Kingsley, Victoria Beckham und Danny Trejo durchaus in ungewöhnlichem Aufzug und Situationen vor die Linse. Adams macht ihre Porträts – es gibt auch eine Aufnahme der Queen – „zu intimen, intensiven Studien, von denen viele bereits Ikonen-Status erlangt haben“, wie Elton John in „Bryan Adams – Exposed“ des Steidl Verlags urteilt.

Die jüngste Foto-Serie widmet sich jenseits der Welt des Showbusiness britischen Kriegsheimkehrern aus Afghanistan oder Irak. Sie haben manchmal mehrere Gliedmaßen eingebüßt. Einige tragen Narben und Prothesen und Orden. Ein verstörendes Vermächtnis des Krieges. Die Menschen strahlen teils widerständigen Stolz, teils Humor aus und in jedem Fall große Willens- und Lebenskraft.

Die Ausstellung in den Werkhallen, Hauptstraße 121, ist bis 20. Mai jederzeit nach Vereinbarung unter 01 75/4 10 66 06 geöffnet.