Eifelverein Remagen

Er wäre Wanderkönig geworden

Der Vorstand: Marianne Hamer-Pietzsch (von links), Horst Ockenfels, Wolfhart von Stackelberg, Hans Werner Thiemann und Marianne Güthe

REMAGEN. Im Zeichen der Trauer stand die Hauptversammlung des Eifelvereins Remagen. Schließlich standen die Mitglieder noch unter dem Eindruck der Nachricht des plötzlichen Todes ihres Mitglieds Albert Bauer. Er war der eifrigste Wanderer des Vereins gewesen und hatte in viereinhalb Jahren bei 123 Wanderungen insgesamt 1853 Kilometer zurückgelegt.

Für alle Etappen des Rheinburgenwegs und des Rheinsteiges hatte er jeweils den ausgelobten Pokal erworben, schon zweimal war er Wanderkönig und wäre es auch diesmal geworden. So stand der Wanderpokal bei der Versammlung auf dem Tisch, ohne überreicht zu werden.

Harmonisch verliefen die anstehenden Wahlen, die Wolfhart von Stackelberg erneut zum Vorsitzenden bestimmten. Ebenso einstimmig wurde Ingo Bosse anstelle der nicht mehr kandidierenden Ulla Tocha zu dessen Stellvertreter gewählt. Hans-Werner Thiemann bleibt zudem Kassenwart und Horst Ockenfels und Marianne Güthe sind Kassenprüfer. Marianne Hamer-Pietzsch wurde zur Wanderwartin gewählt mit der Aufgabe, die Wandervorschläge zu sichten und gleichmäßig über das Jahr zu verteilen. Der Vorsitzende dankte ihr für diese schon bisher von ihr geleistete Arbeit, ebenso wie allen Wanderführern.

Mit 72 Mitgliedern hat die Ortsgruppe erneut einen Mitgliederhöchststand, nachdem sie allerdings bereits 1938 schon einmal 98 Mitglieder zählte, wie von Stackelberg berichtete. In seinem Rückblick dankte er auch allen, die zum guten Gelingen des 125-jährigen Jubiläums der Ortsgruppe im vergangenen September auf dem Steinerberg beigetragen hatten. Im vergangenen Jahr hatte er 43 Wanderungen über insgesamt 686 Kilometer sowie zwei Radwanderungen gezählt.

Die Wanderstrecken waren zwischen zehn und 25 Kilometer lang, im Mittel waren es 16 Kilometer, mit einer durchschnittlichen Zahl von 16 Teilnehmern. 20 Wanderfreunde erwarben im vergangenen Jahr das Deutsche Wanderabzeichen in Bronze und legten dafür bei mindestens zehn Wanderungen innerhalb des Jahres insgesamt mehr als 200 Kilometer zurück. Mehr als 400 Kilometer wanderten Carl Verkoyen, Rolf Schäfer, Helga Cohnen, Ulla Tocha und Wolfhart von Stackelberg, mehr als 500 Kilometer Marianne Güthe und Udo Volz und mehr als 600 Kilometer Helmut Krämer und der verstorbene Albert Bauer.

Als Wanderschwerpunkt für 2015 schlug Helmut Krämer vor, von Perl bis Koblenz auf dem Moselsteig zu wandern, wobei statt der langen Bahnfahrten jeweils zwischen zwei Wanderungen auch eine Übernachtung eingeplant werden könne. Mit vielen Fotos aus dem letzten Jahr erinnerte der Klub an die vielen gemeinsamen Wanderungen.