Pirmin Jung Deutschland GmbH

Der Güterbahnhof in Remagen ist verkauft

Der an der B 9 gelegene Remagener Güterbahnhof ist verkauft worden. Eine Unternehmung aus der Schweiz will das Gebäude umbauen.

Der an der B 9 gelegene Remagener Güterbahnhof ist verkauft worden. Eine Unternehmung aus der Schweiz will das Gebäude umbauen.

REMAGEN. Die Pirmin Jung Deutschland GmbH, eines der international führenden Ingenieurbüros im Holzbau, hat den Remagener Güterbahnhof gekauft. Das Schweizer Unternehmen will nach dem Umbau des Gebäudes 25 neue Arbeitsplätze in Remagen schaffen.

Der Remagener Güterbahnhof ist verkauft. Dies teilte Remagens Wirtschaftsförderer Marc Bors mit. Käufer ist die Pirmin Jung Deutschland GmbH, eines der international führenden Ingenieurbüros im Holzbau. Dort soll nach den demnächst beginnenden umfangreichen Sanierungsarbeiten in zentraler Lage nahe zum Bahnhof und zur Remagener Innenstadt der neue Deutschlandsitz des Unternehmens entstehen. Die Immobilie hatte zuvor der Stadt gehört.

Rund 20 Interessenten hatten sich bei der Stadt Remagen gemeldet, als der Güterbahnhof im vergangenen Jahr zum Verkauf ausgeschrieben wurde. Bürgermeister Herbert Georgi freute sich, „dass ein so erfolgreiches und stark wachsendes Unternehmen mit seinen hochqualifizierten Mitarbeitern und internationalen Kunden den Zuschlag bekommen hat“. Da die Unternehmensgruppe Träger mehrerer internationaler Architekturpreise sei, könne man hoffen, dass dort nach der Komplettsanierung ein höchst attraktives Gebäude entstehen werde, so Georgi.

Bei der Wahl der Immobilie und der Entscheidung für den Güterbahnhof in Remagen hätten gleich mehrere Punkte den Ausschlag gegeben, teilte das Unternehmen mit. Es handele sich zum einen um einen infrastrukturell attraktiven Standort in Innenstadtlage mit direkter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, zum anderen liege der neue Firmensitz in der Nähe des bisherigen Standorts in Sinzig und gewährleiste damit quasi unveränderte Arbeitswege für die Mitarbeiter. Vor allem aber handele es sich um ein „Bestandsgebäude, das mit seinem Charme und Potenzial gleichermaßen Architekten und Ingenieure beeindruckt“.

Die geplante Sanierung entwickele architektonisch den Bestand mit dem gebotenen Respekt weiter und bringe das Gebäude energetisch auf einen nahezu autarken Stand. Im Erdgeschoss sollen etwa 25 Arbeitsplätze entstehen, die den Bedarf aus den mittelfristigen Wachstumsplänen von Pirmin Jung Ingenieure deckten. Im ersten und zweiten Geschoss des Kopfbaus entstehe Wohnraum – als Übernachtungsmöglichkeit für eigene Mitarbeiter oder zur Vermietung.

Die Nähe zu den jeweiligen Wohnorten, die Lage am Bahnhof sowie E-Auto- und E-Bike-Ladestationen, die mit Strom der eigenen Photovoltaikanlage gespeist werden sollen, ermöglichten den Mitarbeitern alternative Wege zur Arbeit.

Von Remagen aus wolle Pirmin Jung Ingenieure zukünftig den innovativen Holzbau national und international tragend mitgestalten. Remagen werde „ein Hotspot des zukünftigen Bauens mit Holz“, versprach das Unternehmen.

Als Ingenieure für Holzbau unterstützt Pirmin Jung Architekten und Bauherren bei der Realisierung ihrer Projektideen, entwickelt für jedes Bauprojekt die geeignete Konstruktionslösung in Holz und sichert die Qualität während der Ausführung. Dabei bietet das Büro mit Bauphysik, Brandschutz oder Werkstattplanung Leistungen, die weit über die reine Tragwerksplanung hinausgehen.

Seinen Hauptsitz hat das Unternehmen in der Schweiz, eine Dependance in Sinzig. Insgesamt beschäftigt die Firma 60 Mitarbeiter.