Integration in Remagen

Damit der Start im neuen Leben besser gelingt

Die DRK-Migrationsberaterinnen Maria Schön (Mitte) und Ann-Kathrin Bierbrauer (2. v. re.) tauschten sich mit Ulla Pöhler, Vera Isler-Knüpfer und Jutta Deimel (v. li.) vom Sozialteam des Oberwinterer Kulturvereins aus.

Die DRK-Migrationsberaterinnen Maria Schön (Mitte) und Ann-Kathrin Bierbrauer (2. v. re.) tauschten sich mit Ulla Pöhler, Vera Isler-Knüpfer und Jutta Deimel (v. li.) vom Sozialteam des Oberwinterer Kulturvereins aus.

REMAGEN. Die DRK-Migrationsberatung und der Verein Schatzkammer arbeiten zusammen. Beratung zu laufenden Asylverfahren und Einzelfallberatung.

Die hauptamtlichen Migrationsberaterinnen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Kreisverband Ahrweiler, und und ehrenamtliche Helferinnen des Sozialteams des Oberwinterer Vereins „Schatzkammer“ haben sich zu einem Erfahrungsaustausch getroffen und danach festgestellt, dass eine vernetzte Zusammenarbeit für beide Seiten sinnvoll und hilfreich ist.

Die DRK-Beratungsfachkräfte Maria Schön und Ann-Kathrin Bierbrauer nehmen vom Bund und Land delegierte Aufgaben der Migrationsberatung wahr. Dazu gehören etwa die Beratung zu laufenden Asylverfahren oder die individuelle Einzelfallberatung erwachsener Einwanderer ab einem Alter von 27 Jahren vor, während oder nach Integrationskursen. Ziel ist laut DRK die Förderung der Integration und die damit verbundene Eingliederung von Zuwanderern in das soziale, kulturelle und berufliche Leben in Deutschland. Derzeit nutzten im Kreis Ahrweiler rund 170 Migranten das Beratungsangebot des DRK. Wegen der Komplexität vieler Beratungen hätten die Rotkreuzlerinnen keine Zeit, eigene Begegnungsangebote anzubieten. Deshalb vernetzen sie sich laut DRK mit im Kreisgebiet vorhandenen ehrenamtlichen Angeboten anderer Gruppen und Vereine wie dem Verein „Schatzkammer“.

Zum Angebot der seit 2014 als eingetragener und gemeinnütziger Verein tätigen Oberwinterer Schatzkammer gehören generationsübergreifende Begegnungs-, Beratungs-, Bildungs- und Kulturveranstaltungen im Remagener Stadtgebiet. Die rund 40 Vereinsmitglieder kümmern sich seit 2015 auch um niederschwellige Hilfe für Flüchtlinge und Migranten. Die Schatzkammer habe bis zur Auflösung im Spätsommer auch die von der Stadt Remagen in der Unkelbrücker Mühle untergebrachten Flüchtlinge betreut. Erklärtes Anliegen der ehrenamtlichen Migrantenbetreuung ist es, den Flüchtlingen in ihrem neuen Umfeld behilflich zu sein, die Region zu erklären, Einkaufsmöglichkeiten aufzuzeigen, Kontakte zu weiteren Hilfsangeboten zu vermitteln und damit zu einem für alle Beteiligten guten Start in der neuen und ungewohnten Umgebung beizutragen. Aktuell betreut das Sozialteam der Schatzkammer um Vera Isler-Knüpfer, Ulla Pöhler und Jutta Deimel sechs Familien. Es hat immer wieder spezielle Fragestellungen, etwa zum Asylverfahren oder zum Arbeitsrecht, zu klären.

Die Beteiligten des Treffen erklärten, dass sich die Beratungsleistungen des DRK und die aktive ehrenamtliche Betreuungsarbeit des Vereins Schatzkammer gut ergänzen. Sie möchten nach Bedarf gegenseitig Angebote und Hilfen vermitteln. Aktuell plant die Schatzkammer beispielsweise die Erweiterung ihrer Hilfen in Form einer lockeren Gesprächsrunde mit Migranten.

Das wäre aus Sicht der DRK-Beratungsexpertinnen ein ergänzendes Sprachangebot zu den Integrationskursen. So könnten die mitunter langen Wartezeiten auf die Sprachkurse bereits mit ersten einfachen Übungen überbrückt oder bereits erlerntes Wissen in zwangloser Atmosphäre angewendet und vertieft werden.