Bürgermeisterwahl in Remagen

CDU-Kandidat Walter Köbbing sieht für sich gute Chancen

Köbbing: Es gibt keine Wechselstimmung.

Köbbing: Es gibt keine Wechselstimmung.

REMAGEN. „Es gibt keine Wechselstimmung“ meint CDU-Bürgermeisterkandidat Walter Köbbing und widerspricht damit seinem Kontrahenten Björn Ingendahl.

Von einer Wechselstimmung in Remagen will CDU-Bürgermeisterkandidat Walter Köbbing nichts wissen. Köbbing tritt am 18. März gegen den von den Grünen nominierten Björn Ingendahl an, der am vergangenen Wahlsonntag 36,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Köbbing erhielt 34 Prozent.

Die Prozentzahlen täuschen jedoch ein wenig über den tatsächlichen Vorsprung des unabhängigen Kandidaten hinweg: Ingendahl und Köbbing trennten am Sonntag nur 170 Stimmen.

„Es ist natürlich völlig abwegig, eine Wechselstimmung in Remagen in dieses Wahlergebnis hineinzuinterpretieren“, analysierte der CDU-Kandidat. „Die Zahlen sprechen eine ganz andere Sprache und daran sollten wir uns auch orientieren.“

Um das Amt des Bürgermeisters hatten sich fünf Kandidaten beworben, von denen nach Köbbings Meinung vier „eher konservative Wähler angesprochen haben“. Lege man diese Zahlen zu Grunde, hätten sich nahezu zwei Drittel (genau 63,5 Prozent) der Wähler eben nicht für einen Wechsel ausgesprochen, sondern deutlich ihr Votum zum Ausdruck gebracht, dass sie in Remagen weiter den "erfolgreichen konservativen Kurs" haben wollten, so Köbbings Berechnung.

Breite Mehrheit ist nach Köbbings Meinung zufrieden

In breiter Mehrheit seien die Wähler mit Politik und Verwaltung in Remagen zufrieden. Köbbing: „Die Menschen, die hier länger leben oder die sich ganz bewusst erst vor kurzem für Remagen als ihre neue Heimat entschieden haben, wissen ganz genau, wie gut Remagen im Vergleich zu anderen Kommunen gleicher Größenordnung da steht.“

Es sei paradox, dass aus dieser Zufriedenheit heraus die Mehrheit der Wahlberechtigten, nämlich über 56 Prozent, nicht zur Wahl gegangen sei. Nun werde deutlich, „dass für die Fortführung der guten Politik auch die Stimme abgegeben werden muss“.

Er appellierte an die Wähler, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen: „Denn es macht einen großen Unterschied, wer in den nächsten acht Jahren die Interessen Remagens im Amt des Bürgermeisters vertritt.“