Neue Erfahrungen in Remagener Kita

Begegnung mit „Frau Zunge“

Kinder der Remagener Bewegungs- und Sprachkita Sankt Anna bei ihrem Projekt zur Selbstwahrnehmung. KITA

Kinder der Remagener Bewegungs- und Sprachkita Sankt Anna bei ihrem Projekt zur Selbstwahrnehmung. KITA

REMAGEN. Sie tauchten die Finger ins Eiswasser und nahmen als Kontrast dazu Wärmekissen in die Hand. Berührung, Temperaturempfinden und mehr gehörten zum Projekt zur Körperwahrnehmung in der Bewegungs- und Sprachkita Sankt Anna in Remagen.

Unter dem Titel „Das bin ich“ gehörten diese und andere Erfahrungen für die „Bärenkinder“ zur Projektarbeit von Anerkennungsjahrpraktikantin Annette Reuter. Vier Wochen lang hatten die Kinder die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen mittels kleiner Experimente zur taktilen und visuellen Wahrnehmung. Dem Einstieg diente das Mundmotorikspiel von „Frau Zunge“.

Dabei wurde an jedem Projekttag eine kleine Geschichte mit Zungenbewegungen dargestellt. Ein weiteres Angebot war das Auflegen von Sandsäckchen auf verschiedene Körperteile der Kinder. Das Benennen dieser Körperteile sollte zusätzlich die sprachliche Entwicklung der Beteiligten fördern. Annette Reuter hatte zudem selbst Säckchen für taktile Wahrnehmungsübung genäht. Die Kissenhüllen füllten die Kinder mit unterschiedlichen Materialien wie Nussschalen, Gelkissen, Reis und Schmirgelpapier.

Es entstanden bunte Fühlkissen, die obendrein durch aufgenähte Spiegelfolie beim Spiel mit „Frau Zunge“ dazu dienten, die eigenen Mund- und Zungenbewegungen zu beobachten. So ließen sich taktile und visuelle Wahrnehmung wunderbar verbinden. Viel Spaß hatten die Kinder beim Wahrnehmungsparcours, zu dem eine selbst gestaltete Tastwand und ein Bällebad gehörten.

Nachdem sie schon einige Erfahrungen gemacht hatten, trauten sich alle Kinder auch in die „Körperdusche“ hinein. Diese bestand aus einem Hula-Hoop-Reifen, umwickelt mit weichen, bunten Wollresten. An diesem Reifen befestigt waren Müllsackstreifen und zarte Federn. Durch das Auf- und Abbewegen des präparierten Reifens nahmen die Kinder die unterschiedlichen Reize dieser Materialien über die Haut wahr.

Besonderer Höhepunkt der Aktionen war der Einsatz von Rasierschaum auf Spiegelfliesen. Die Kinder betrachteten sich unter anderem zuerst selbst im Spiegel und malten dann mit den Fingern ein lustiges Gesicht in die Rasierschaummasse. Auch die Eltern wurden mit in das Projekt eingebunden.