Einzelhandel in der "Goldenen Meile"

Verbandsgemeinde Bad Breisig hält an Sondergebiet fest

BAD BREISIG. Die Verbandsgemeinde Bad Breisig will für das Gebiet der "Goldenen Meile" zwischen der Quellenstadt und Sinzig "Groß- und kleinflächigen Einzelhandel- und Dienstleistungen mit insgesamt maximal 11.000 Quadratmetern Geschossfläche" zulassen.

Dies abweichend von einer Machbarkeitsstudie, die in dem Bereich des ehemaligen Real-Marktes eine gewerbliche Nutzung "unter Ausschuss zentrenrelevanter Sortimente" vorsieht. Die Verbandsgemeinde möchte somit an einer im Flächennutzungsplan vorgesehenen Ausweisung eines Sondergebietes festhalten.

Nach Informationen des GA gibt es für das Gebäude des früheren Real-Marktes und das umliegende Areal einen Interessenten aus den Niederlanden, der das zum Teil brachliegende Gelände wiederbeleben will.

Die holländische Investorenfirma plant angeblich, einzelne Flächen zwischen 3000 und 5000 Quadratmetern anzubieten. Als Nutzer kämen beispielsweise kleinere Fachmärkte in Frage. Dort sollen aber auch Handwerker, Dienstleiter und Spediteure Flächen von einer Größe bis zu 2000 Quadratmetern anmieten können. So könnte insgesamt ein gut durchmischter Gewerbepark entstehen.

Das Gewerbegebiet "Goldene Meile" wird offenbar für Investoren immer interessanter, je näher die Fertigstellung der 7,5 Millionen Euro teuren Brücke rückt, die das jenseits der Bahnlinie gelegene Gebiet besser erschließen wird. An den Baukosten ist die Stadt Bad Breisig zu einem Drittel beteiligt, erhält hierfür aber einen hohen Landeszuschuss.

Derzeit sind im Industriegebiet Goldene Meile rund 40 Firmen ansässig. Bürgermeister Bernd Weidenbach (CDU) hofft, dass sich noch mehr Interessenten finden, die sich dort niederlassen werden.