Epizentrum in Ochtendung Stärkstes Erdbeben seit einem Jahr in der Osteifel

Der Seismograph einer Erdbebenwarte. (Symbolbild)

Ochtendung. Die Osteifel ist am frühen Mittwochmorgen von einem leichten Erdbeben erschüttert worden. Das Epizentrum lag im Landkreis Mayen-Koblenz, das Erdbeben erreichte eine Stärke von 2,5.

Aus dem Schlaf gerissen wurden einige Menschen am frühen Mittwochmorgen in der Osteifel. Um 5.40 Uhr gab es ein kleines Erdbeben, wie die Messungen des rheinland-pfälzischen Landesamts für Geologie und Bergbau bestätigen. Rund 20 Sekunden dauerte es an. Das Epizentrum des tektonischen Erdbebens lag demnach bei Ochtendung im Kreis Mayen-Koblenz und erreichte Magnitude 2,5. Damit wäre das Erdbeben nach Angaben von erdbebennews.de das stärkste Beben in der Osteifel seit über einem Jahr.

Immer wieder kommt es im Neuwieder Becken sowie den angrenzenden Regionen zu spürbaren Erdbeben, zuletzt Ende Juni. Damals erreichte das Beben eine Stärke von 2,3. „Dort wackelt es eigentlich jede Woche", erklärte Obergeologierat Bernd Schmidt vom Landesamt für Geologie und Bergbau in Mainz vor wenigen Wochen. Grund dafür sei eine etwa 15 Kilometer lange Bruchzone, die sogenannte Ochtendunger Störung.

Schäden sind beim jetzigen Beben nicht entstanden, im Internet gibt es jedoch vereinzelte Zeugenberichte von wackelnden Wänden und leichtem Grollen. "Um 5.40 war auf einmal ein lautes Grollen zu hören und dann hat der Boden vibriert und das ganze Haus hat geknackt. Dachte echt, mir fällt die Decke gleich auf den Kopf", berichtet ein Augenzeuge aus Mülheim-Kärlich auf erdbebennews.de. Auch aus Münstermaifeld, Koblenz und Karbach gab es Meldungen. "Die Holzbalkendecke hat leicht geknackst, habe eine ganz leichte Vibration im Bett verspürt. Die Katze hat vorher stark miaut und sich im Haus versteckt", so ein Bericht aus Urmitz.

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