Bad Bodendorfer Schwanenteich

So war das Sommerfest am Schwanenteich

Bei den Ziegen am Schwanenteich, die Nachwuchs haben, herrscht reger Andrang.

Bei den Ziegen am Schwanenteich, die Nachwuchs haben, herrscht reger Andrang.

BAD BODENDORF. Die Tier- und Naturfreunde Schwanenteich freuten sich über Hunderte von Sommerfestbesuchern. Magnet waren natürlich die rund 250 Tiere auf dem Gelände am Ahr-Radweg, vor allem der Ziegennachwuchs.

Kaum war am Samstagnachmittag das Tiergehege am Bad Bodendorfer Schwanenteich geöffnet, tummelten sich auch schon Dutzende von Besuchern auf den idyllisch an der Ahr gelegenen Streuobstwiesen. Insgesamt nutzten am Wochenende Hunderte von Radfahrern, Wanderern und Familien das Sommerfest des Vereins der Tier- und Naturfreunde als lohnendes Ausflugsziel.

Im Mittelpunkt standen die etwa 250 Tiere, die auf dem weitläufigen Gelände am Ahr-Radweg ein neues Zuhause gefunden haben. Wieviel es genau sind, können die Verantwortlichen nicht sagen. „Das liegt an den Sittichschwärmen. Durch Zu- und Abgänge ändert sich die Zahl der Tiere ständig“, erklärt Vorstandsmitglied Romy Haufe. Viele der im Freigehege an den Teichen, den Ställen, Wiesen oder in Volieren lebenden Zwei- und Vierbeiner sind jedoch schon seit vielen Jahren am Schwanenteich zu Hause.

Allen voran Trauerschwan „Paul“, der dem Verein seit seiner Gründung vor 43 Jahren treu sein soll. Ob Hahn „Ben“, der vier Hühner um sich schart, die Zwerghähne „Pille“ und „Palle“, die beiden Waschbärgeschwister, Katzen, Biberratten, Kaninchen, Eichhörnchen, Enten, Gänse und der Kakadu – sie alle zogen die Blicke der Tierfreunde auf sich.

Ziegen, Schafe und Ponys

Großer Andrang herrschte auch beim Ziegen- und Schafefüttern. Denn nach einigen Jahren tummeln sich auf den Wiesen am Schwanenteich erstmals wieder kleine Zicklein. Die jüngsten Neuankömmlinge sind „Clementine“ und „Julius“, die vor gerade mal dreieinhalb Wochen das Licht der Welt erblickt haben. Vor allem die Kinder der Ponygruppe konnten es kaum erwarten, auf dem Rücken von Norwegerstute „Cara“, Haflinger „Frida“ oder Shetlandpony „Sissy“ eine Runde zu drehen.

Bei sommerlichen Temperaturen herrschte nicht zuletzt auch auf dem eigens angelegten Wasserspielplatz Hochbetrieb. Nicht minder begehrt war der „Aktiv-Spielplatz“, der mit Spritzpistolen, Tischfußball, einem Kreisel, und einer Rikscha die Aufmerksamkeit der Kleinen auf sich zog.

Immer wieder tuckerte auch der vereinseigene Traktor am Gehege vorbei. Denn Peter Weiland und Peter Mick kutschierten die Besucher unentwegt zum Sinziger Brunnen und zurück. Gut versorgt wurden an diesem Wochenende auch die Besucher. Auf dem Grill bruzzelten Steaks und Würstchen, während an einem anderen Stand hauchdünne Crêpes gezaubert wurden. Am Sonntag sorgte ein Mitglied des Angelsportvereins Löhndorf-Westum zudem für frisch geräucherte Forellen. Und mit rund 100 Kuchen war auch die Cafeteria wieder sehr gut bestückt.

Wer ein Los für die Tombola erworben hatte, hatte gute Chancen einen der insgesamt 600 attraktiven Preise mit nach Hause zu nehmen. „Das Sommerfest ist das mit Abstand wichtigste Fest für uns. Es hilft uns vor allem, finanzielle Engpässe zu überwinden“, sagt Martina Weiland, die sich ebenfalls seit Jahren im Vorstand des Vereins engagiert. Neben der finanziellen Unterstützung ist der rührige Verein vor allem auf Helfer angewiesen.

„Wir suchen dringend jemanden, der die ein oder andere Futterfahrt übernimmt“, so Weiland. Zu allem Überfluss sei derzeit das vereinseigene Fahrzeug nicht fahrbereit. Mit insgesamt 40 Helfern war der Verein beim Sommerfest gut aufgestellt. Hilfe kann der Verein jedoch bei den regelmäßigen Tagen der offenen Tore gebrauchen. „Auch Helfer, die etwa bereit sind, unsere Mitarbeiter beim morgendlichen Futterschneiden zu unterstützen, sind jederzeit willkommen“, betont Haufe.