Kulturverein bietet Musik, Unterhaltung und Kulinarisches in Brohl

Seemannslieder beim Hafenkonzert

Eine der musikalischen Attraktionen beim neunten Brohler Hafenkonzert am Pfingstsonntag war der Bonner Shanty-Chor.

Eine der musikalischen Attraktionen beim neunten Brohler Hafenkonzert am Pfingstsonntag war der Bonner Shanty-Chor.

BROHL. In den Brohler Rheinanlagen konnte man zu Pfingsten getrost die Seele baumeln lassen. Der Kulturverein Aalschokker Katharina veranstaltete am Pfingstsonntag die neunte Auflage seines Hafenkonzertes.

Und dies hat sich längst vom einstigen Geheimtipp zur bekannten Kultveranstaltung gemausert, wie der große Andrang in den Brohler Rheinanlagen zeigte. Schließlich bieten die Hafenkonzerte von allem etwas: Musik, Unterhaltung und Kulinarisches.

Besonders begehrt waren natürlich die lauschigen Plätze in den Standkörben. Und auch musikalisch stimmte der Mix bei Sonnenschein und warmen Pfingstwetter. Den Auftakt machte am Sonntagmorgen der Bonner Shanty-Chor nicht nur mit Liedern von Seebären und der Küste. Ein Heimspiel gab es für den Musikclub "Fidelio", der 2014 seinen 95. Geburtstag feierte.

Auch die Brohler Musiker boten eine breite musikalische Palette. Etwas rockiger wurde es dann am Nachmittag mit der Band "Time Factory".

Während die Seele baumelte, kam auch in Brohl der Leib nicht zu kurz. Der Kulturverein verkaufte seinen schon legendären Räucherfischteller in einigen Varianten aus dem kleinen "Aalstübchen" heraus.

Beim Hafenkonzert rotierte der fast ebenso legendäre Spießbraten noch neben der glühenden Holzkohle und war in Windeseile ausverkauft. Reibekuchen sowie Kaffe und Kuchen ließen in Sachen Verpflegung keine Wünsche offen. Viele Helfer aus den Brohler Vereinen und der ins Fest integrierten Hafenschänke wuselten diensteifrig umher.

Das Hafenkonzert hat seine eigene ganz leichte und fröhliche Open-Air-Stimmung und ist gleichermaßen Treffpunkt wie Familienfest. Und die Radler, die an Pfingsten am Rhein reichlich unterwegs waren, entdeckten einen idealen Rastplatz.

Bei einem kleinen Spaziergang zu entdecken waren der Damm, der über mehrere hundert Meter den Hafen vom Rhein trennt, die schöne Uferpromenade direkt hinter der Bühne, die Mündung des Brohlbaches etwas rheinaufwärts oder der Aalschokker Katharina, neben dem ein historischer Wagen der Brohltalbahn von den Eisenbahnfreunden präsentiert wurde.

Und es gab natürlich die Aussicht auf Vater Rhein mit seinen Schiffen. Beim Hafenkonzert stimmten die Festchemie, das Wetter und die Musik. Rund um den Hafen und in Brohl spricht man seit Jahren auch von einem "richtig fröhlichen Fest".