Marode Brücke über die Ahr

Neue Fahrradbrücke für Altenahr

Wird abgerissen: Die alte Brücke am Seilbahnparkplatz in Altenahr.

Wird abgerissen: Die alte Brücke am Seilbahnparkplatz in Altenahr.

ALTENAHR. Die marode Brücke über die Ahr am Seilbahnparkplatz wird abgerissen. 30 bis 50 Meter ahraufwärts wird eine neue Brücke gebaut. Das hat der Altenahrer Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Die marode und teils gesperrte Brücke über die Ahr am Seilbahnparkplatz, über die der Ahrtal-Radweg führt, wird nicht saniert, sondern abgerissen. 30 bis 50 Meter ahraufwärts soll eine neue Brücke gebaut werden. Das hat der Altenahrer Gemeinderat am Montagabend einstimmig beschlossen. Wie Bürgermeister Rüdiger Fuhrmann sagte, geht der Abriss zu Lasten der Gemeinde, die neue Brücke und den Anschluss an den Radweg bezahlt der Landesbetrieb Mobilität.

Der geänderte Standort wirke sich positiv auf den Abfluss des Wassers bei Hochwasser aus, führte Fuhrmann aus. Er rechne damit, dass der Neubau im Jahr 2020 realisiert werde.

Ungewöhnlich viele Zuhörer verfolgten die Ratssitzung und beteiligten sich beim Tagesordnungspunkt „Einwohnerfragestunde“. Das größte Interesse betraf auch hier Fragen zu der neuen Brücke, die wohl höher über die Ahr führen wird als die vorhandene. Fuhrmann sprach von einer Erhöhung um 1,40 Meter, was einem sogenannten 100-jährigen Hochwasserereignis entspreche. Da es noch keine genauen Pläne gibt, blieben die Fragen meist offen. Private Grundstücksgrenzen seien nicht betroffen beziehungsweise würden nicht beeinträchtigt, sagte Fuhrmann.

Planungen sollen noch in diesem Jahr gemacht werden

Zunächst müssten Gutachten abgewartet werden. Die Planungen sollten noch in diesem Jahr gemacht werden. Offenbar ist auch vorgesehen, auf dem Gelände vom Parkplatz aus gesehen hinter der Brücke Retentionsflächen für Hochwasser zu schaffen.

Auch die Brücke im Langfigtal war Thema in der Einwohnerfragestunde. Hier hatte Fuhrmann konkrete Antworten: Gespräche mit dem Mainzer Umweltministerium wegen Zuschüssen sollten in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Dann könnten die Arbeiten spätestens im Januar ausgeschrieben werden, damit der Bau so schnell wie möglich beginne. Die weiteren Tagesordnungspunkte befassten sich unter anderem mit Anträgen zum Neubaugebiet Lützenbohr, wo der Rat über Überschreitungen von Festsetzungen im Bebauungsplan befinden musste. In einem Fall soll eine Überschreitung der Traufhöhe auf 90 Zentimeter begrenzt werden. In einem anderen Fall darf die Terrasse 60 Zentimeter über die Baugrenze hinaus gebaut werden.

Einstimmig beschloss der Rat, für den 771.000 Euro teuren Ausbau der Straßen Pützgasse, Weinbergstraße (teils) und Am Laypütz beim Land Rheinland-Pfalz Zuschüsse aus dem Investitionsstock zu beantragen. Für 17.300 Euro soll ein Metallzaun um den künftigen Kinderspielplatz im Neubaugebiet „Lützenbohr“ errichtet werden. Auf Anfrage bei sieben Betrieben hatte die Gemeinde nur dieses eine Angebot erhalten. Das Geld sei im 2018er Haushalt vorhanden, sagte Fuhrmann.