Lachse in der Ahr

Nach dem langen Winter entwickelte sich die Brut nur langsam

Lachsexperte Jörg Schneider (Bildmitte) und sein Team bei der Kontrollbefischung im Langfigtal bei Altenahr.

ALTENAHR. Es stockt derzeit bei der Verwirklichung einer selbsterhaltenden Wildlachs-Population in der Ahr. Das hatte der Lachsexperte Jörg Schneider vom Büro für fisch- und gewässerökologische Studien in Frankfurt kürzlich bei Kontrollbefischungen in der Ahr im Langfigtal und in Rech feststellen müssen.

So sehr er sich und sein Team mit Manfred Fetthauer, Michael Glauche, Gordon Bock und Susanne Vaessen auch bemühten, mittels Einsatz von aktuellem Profigerät in der Ahr geborene Junglachse aufzufischen, der erhoffte große Erfolg blieb jedenfalls aus.

Es wurden bei dieser Kontrollbefischung zwar zahlreiche Forellen, Barben, Ellritzen und weitere Weißfische gefischt, die dann nach einer kurzen Begutachtung wieder frei gelassen wurden. Grund zum Jubeln gab es jedoch nur einmal im Bereich des Langfigtals, als ein Junglachs in einem Kescher der Kontrollfischer zappelte.

Für den Lachsexperten Schneider war dieser Fang der erhoffte Beweis, dass die Naturvermehrung der Lachse in der Ahr zumindest immer noch funktioniert. Die derzeitige geringe Dichte der Junglachse in der Ahr wird auf den langen Winter zurückgeführt, in dem sich die Lachsbrut nur langsam entwickelt habe.

Schneider: "Die Larven haben dann das Kieslückensystem Ende Mai verlassen, dann kam das Hochwasser und hat viele Brütlinge einfach weggespült. Jetzt hoffen wir auf mehr Rückkehrer, weil derzeit viel Wasser im Rhein fließt".