Verbindung von Laach nach Altenahr

Nach 30 Jahren ist die Radweglücke geschlossen

Der neue Radweg mit Viadukt und Tunnel unterhalb der Burgruine Are in Altenahr wurde gestern eingeweiht. FOTO: GAUSMANN

Der neue Radweg mit Viadukt und Tunnel unterhalb der Burgruine Are in Altenahr wurde gestern eingeweiht.

ALTENAHR. Lange hat es gedauert, bis die Lücke im Radweg zwischen Laach und Altenahr geschlossen war: Vier Ortsbürgermeister und zwei Verbandsbürgermeister in Altenahr waren damit beschäftigt.

Gestern wurde das 1,7 Kilometer lange Teilstück eingeweiht. Auch wer sich sonst eher duckt, wenn Weihwasser verspritzt wird, nahm die Erfrischung von Pastor Axel Spiller bei der Einsegnung des Radweges am Altenahrer Bahnhof gerne an.

Trotz Brückentages gab's am Haus des Gastes einen großen Bahnhof. So unterstrich denn der Mainzer Infrastrukturminister Roger Lewentz, dass "mit der Fertigstellung des Abschnittes Laach-Altenahr eine weitere wichtige Lücke des insgesamt 77 Kilometer langen Ahr-Radweges geschlossen wird". Dieser sei einer der sieben Radfernwege des Landes Rheinland-Pfalz.

Die Kosten für den Radweg mit Tunnel, drei Brücken und anspruchsvoller Hangkonstruktion mit Ständerwerk in Höhe von 3,9 Millionen Euro habe der Bund getragen, machte Gerhard Rühmkorb aus dem Bundesverkehrsministerium klar. "Eine freiwillige Leistung entlang einer Bundesstraße, die Sicherheit bringt." Aktuell gebe der Bund rund 100 Millionen Euro pro Jahr für den Bau von Radwegen aus.

"Eine Investition, die sich lohnt", fand Lewentz, denn "allein der Radtourismus bringt Rheinland-Pfalz jährlich einen Umsatz von 340 Millionen Euro". Verbandsbürgermeister Achim Haag zeigte sich nach rund 30 Jahren Wartezeit und fünf Jahren Bauzeit mit den Ortsbürgermeistern Rüdiger Fuhrmann (Altenahr) und Hans-Ulrich Jonas (Mayschoß) froh darüber, das "Altenahr jetzt am Radwegenetz ist".

Für den endgültigen Lückenschluss zwischen Ahrquelle und Mündung fehlen jetzt noch vier Kilometer zwischen Fuchshofen und Schuld. "Da läuft zurzeit die Voruntersuchung", erklärte Lewentz, der für den Bau des Radweges "besonders dem Team in Orange" dankte. Haag hob für diese Truppe Nicole Marzi vom Landesbetrieb Mobilität hervor, bei der die Fäden des Projektes zusammengelaufen waren.