Benediktinerabtei

Mönche in Maria Laach wählen 2019 einen neuen Abt

Blick durch die Klosterpforte auf die Abteikirche Maria Laach. Im Mai 2019 wählt der Konvent nach bislang dreijähriger Vakanz wieder einer Abt.

Blick durch die Klosterpforte auf die Abteikirche Maria Laach. Im Mai 2019 wählt der Konvent nach bislang dreijähriger Vakanz wieder einer Abt.

MARIA LAACH. Das Kloster Maria Laach hat seine Autonomie zurück. Wahl eines Abtes war 2014 gescheitert. Förderverein zieht positive Bilanz. Sanierung der beiden Orgeln im Kloster soll 355.000 Euro kosten.

Das Kloster Maria Laach hat nach dreijähriger Visitation seine Autonomie zurück. Und auch wieder einen Wirtschaftsbeirat. Das teilte Prior-Administrator Andreas Werner der Mitgliederversammlung des Fördervereins „Freunde der Benediktinerabtei Maria Laach“ mit. Im Mai 2019 wählt der Konvent wieder einen Abt. Die Abt-Wahl vor vier Jahren war an der notwendigen Zweidrittel-Mehrheit gescheitert und Benedikt Müntnich nicht im Amt bestätigt worden.

Deshalb hatte der Benediktinerorden einen Prior-Administrator eingesetzt. Der Freundeskreis will dem Konvent auf dem neuen Weg „ein hilfreicher Begleiter sein“, wie dessen Vorsitzender, der ehemalige rheinland-pfälzische Finanzminister Gernot Mittler, formulierte. Sein Appell: „Wählen Sie wieder einen Abt. Maria Laach braucht die Mitra und den Krummstab.“

Seit 14 Jahren hat sich der Verein Freunde der Benediktinerabtei Maria Laach zur Aufgabe gemacht, Projekte rund um das Kloster aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden zu unterstützen. Mit Blick auf die Jahre seit der Gründung 2004 kann der Förderverein laut Mittler eine beachtliche Bilanz ziehen. Rund 1,75 Millionen Euro fanden ihre Bestimmung in unterschiedlichen Projekten wie der Restaurierung der historischen Jesuitenbibliothek oder der Sanierung der Sakristei.

Fokus auf Ausstellungen und Konzerte

Im vergangenen Jahr legte der Verein den Fokus seiner Unterstützung auf die Ausstellung „Luther in Laach“ mit einer Investition in Höhe von 12.000 Euro, zwei Konzerte der Capella Lacensis für insgesamt 10.000 Euro und die aktuell laufende Bogler-Ausstellung mit einer Unterstützung von 5300 Euro. „Diese Projekte unterstreichen Maria Laachs wissenschaftlichen und kulturellen Anspruch“, betonte Mittler. Im laufenden Jahr widmet sich der Förderverein vor allem einem Großprojekt: der geplanten Sanierung der beiden Orgeln, die durch den Konvent beschlossen wurde. Die Instandsetzung der Instrumente ist in einem ersten Schritt auf einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren mit einem Kostenrahmen von 355.000 Euro angelegt. Die Freunde der Benediktinerabtei haben zugesagt, dieses Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro zu unterstützen.

Aktuell hat der Förderverein 1741 Mitglieder, und es wird weiterhin auf Wachstum gesetzt. Das 35-köpfige Kuratorium unter Leitung von ZDF-Chefredakteur Peter Frey ist ebenfalls ein wichtiger Unterstützer für den Förderverein. „Wir brauchen die Verbindung in die Gesellschaft hinein – zu Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und auch in die Kirche“, mahnte Mittler an: Aus Gründen der Reputation, vor allem aber aus Gründen der Außendarstellung. Deshalb werde künftig eine Agentur Kloster und Freundeskreis in Sachen Mitgliederwerbung und Außenwirkung beratend begleiten.

Eine gute finanzielle Basis bescheinigte Schatzmeister Elmar Schmitz dem Verein. Die Einnahmen im vergangenen Jahr betrugen knapp 100.000 Euro. 50.000 Euro generierte der Verein aus Mitgliedsbeiträgen, 49.000 Euro aus Spenden. Den Kassenbestand bezifferte Schmitz mit 208.000 Euro. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres kamen rund 48.000 Euro an Beiträgen und 25.000 Euro an Spenden hinzu.

Diesen Einnahmen von insgesamt rund 72.000 Euro stehen Investitionen von lediglich 22.000 Euro gegenüber. „Der Verein ist gesund“, blickt Schmitz optimistisch in die Zukunft.