Leerstände nehmen zu

Grüne sorgen sich um Sinzigs City

SINZIG. Die Situation der Kindergärten in Sinzig weckt bei den Grünen zusätzlichen Informationsbedarf. Daher kündigen sie eine entsprechende Anfrage im Stadtrat an. Immerhin gilt es, ab nächsten Sommer auch für einjährige Kinder Plätze vorzuhalten.

Nach dem Willen der Politik gibt es darauf einen Rechtsanspruch. Ingo Binnewerg, Sprecher der Sinziger Grünen, rechnet mit einem zusätzlichen - auf das Stadtgebiet verteilten - Bedarf von rund einhundert Kindergartenplätzen, was fünf neuen Gruppen entspricht.

Möglicherweise in Modulbauweise sollen etwaige Anbauten an vorhandene Einrichtungen angebaut werden. Bleibt die Frage nach zusätzlichem Personal. Bei fünf neuen Gruppen gehen die Grünen von etwa zehn einzustellenden Fachkräften aus. Nun wollen sie unter anderem wissen, wann mit den Einstellungsverfahren begonnen werden soll.

Beschäftigen will man sich auch mit der jüngst vom Bundesbauministerium vorgelegten Studie "Aktivierung des Stadtzentrums von Kleinstädten". Beispielhaft ist in der Ausarbeitung auch Sinzig erwähnt. Stadtentwicklungskonzepte und -strategien gelte es zu entwickeln, so die Grünen, denen zunehmende Leerstände und eine drohende Verödung der Innenstadt Kopfschmerzen bereiten.

Mit "Runden Tischen", Zwischennutzungen von leerstehenden Ladenlokalen und alternativen Wohnformen im Citybereich könnten Belebungen erreicht werden, meinen sie. Die Grünen wollen die Studie nun intensiv durcharbeiten, um Verwertbares für Sinzig herauszufiltern.