Sanierung für vier Millionen Euro

Größte Investition am Nürburgring seit 40 Jahren

Bis Februar 2019 sollen die Bauarbeiten am Nürburgring abgeschlossen sein.

Bis Februar 2019 sollen die Bauarbeiten am Nürburgring abgeschlossen sein.

NÜRBURGRING. Es ist die größte Investition seit 40 Jahren: Der Nürburgring lässt an der Nordschleife Fahrbahn und Fangzäune erneuern. Die Sanierung erfordert rund vier Millionen Euro.

In wenigen Tagen fällt auf dem Nürburgring der Startschuss für besonders umfangreiche Sanierungsarbeiten. In fünf verschiedenen Streckenabschnitten wird das Asphaltband der weltweit einmaligen Nordschleife von Grund auf erneuert. Darüber hinaus wird durch einen Ausbau der Fangzäune der Sicherheitsstandard in der Grünen Hölle weiter erhöht. Die Maßnahmen im Rahmen der diesjährigen Bauarbeiten sind auf einer Länge von insgesamt zweieinhalb Kilometern und mit einem Investitionsumfang von rund vier Millionen Euro die umfangreichsten an der Nordschleife seit über 40 Jahren.

„Die längste permanente Rennstrecke der Welt kontinuierlich instand zu halten, ist eine enorme Aufgabe. Umso wichtiger ist es, diesem Auftrag gewissenhaft nachzukommen“, meinte der Geschäftsführer des Nürburgrings, Mirco Markfort. In der langen Geschichte der Nordschleife stand bei den Sanierungen nicht immer die Langlebigkeit im Fokus.

„Nimmt man Grand-Prix-Strecke und Nordschleife zusammen, haben wir über 25 Kilometer Asphalt, der ständig enormen Belastungen ausgesetzt ist“, sagte der Ring-Chef. In fünf Streckenabschnitten – Flugplatz/Schwedenkreuz, Kallenhard, Wehrseifen, Ex-Mühle und Hohe Acht – steht ein sogenannter „Vollausbau“ an. Hierbei werden der Asphalt sowie alle darunter liegenden Schichten erneuert. Der einzigartige Charakter der Nordschleife bleibe dabei natürlich erhalten, unterstrich Markfort.

Die umfangreichsten Bauarbeiten seit über 40 Jahren bringen in diesem Zusammenhang auch beeindruckende Zahlen hervor. Insgesamt werden von den Baumaschinen 22.000 Quadratmeter Strecke bearbeitet. Die eingesetzten Bagger und Kipper müssen hierbei 10.000 Kubikmeter Erdaushub bewältigen. Rund 6000 Tonnen Asphalt werden zunächst ausgebaut, anschließend von Spezialmaschinen zerkleinert und am Ende des umweltschonenden Recycling-Verfahrens als neues Asphalt-Gemisch wieder eingebaut.

Neben den Arbeiten an der Fahrbahn setzt der Nürburgring auch noch eine weitere Sicherheitsmaßnahme um. Im Bereich Hatzenbach, in Fahrtrichtung links, sowie im Bereich Kesselchen werden insgesamt rund 900 Meter neue Fangzäune installiert. Hierdurch wird der Schutz der Aktiven auf der Nordschleife weiter verbessert. Am 22. Februar sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.