Bürgermeisterwahl

Geron und Braun gehen in Sinzig in der Stichwahl

Führten einen fairen Wahlkampf: (von links) Andreas Geron, Manfred Ruch und Martin Braun.

Führten einen fairen Wahlkampf: (von links) Andreas Geron, Manfred Ruch und Martin Braun.

SINZIG. In zwei Wochen werden die Sinziger Bürger entscheiden, wer ihr künftiger Bürgermeister ist. In einer Stichwahl fällt dann die Entscheidung zwischen Andreas Geron und Martin Braun.

Einzelbewerber Andreas Geron holte bei der Wahl am Sonntag 45,4 Prozent der Stimmen. Ihm folgt auf dem zweiten Rang CDU-Mann Martin Braun mit 28,7 Prozent. Verlierer im ersten Wahlgang ist Manfred Ruch mit 25,8 Prozent, der damit ausgeschieden ist.

Eine bittere Pille für den unabhängigen Bewerber mit SPD-Parteibuch. „Ich habe fest damit gerechnet, dass ich in die Stichwahl komme“, sagte Ruch am Sonntagabend im Sinziger Rathaus dem General-Anzeiger. In der Kernstadt, in der er seit dreieinhalb Jahren mit dem Bürgerforum aktiv sei, sei „seine Botschaft rübergekommen“. „Das ist mir in den Stadtteilen nicht gelungen“, so Ruch, der aus seiner „großen Enttäuschung“ keinen Hehl machte. Über eine Wahlempfehlung für seine Wähler will der Journalist nachdenken.

„Möglichst viele Wähler erneut an die Urne bringen.“ Das sieht Martin Braun als Hauptaufgabe bei der Stichwahl an. Ob eines Abstandes zu Geron von 16,7 Prozentpunkten sieht er sich massiv gefordert. „Ich werde mit voller Energie in die Verlängerung des Wahlkampfes gehen“, so Braun, der gleichzeitig seinen Mitbewerbern für ein faires Miteinander in den vergangenen Wochen und Monaten dankte. Für ihn gehe es darum, alle Kräfte zu mobilisieren und eine Aufholjagd hinzulegen. Das sah der Sinziger CDU-Chef Franz Hermann Deres genauso. Denn das Votum für Geron, der bis auf Franken in allen Stadtteilen die meisten Stimmen geholt hatte, sei „ein deutliches Signal“. „Deshalb werden wir jetzt erst recht für Martin Braun kämpfen“, so Deres.

„Ich bin überwältigt von der Zustimmung und dem Vertrauen der Wähler in allen Stadtteilen“, sagte indes Einzelbewerber Andreas Geron. Vor allem, weil er als Nicht-Politik-Profi derart gepunktet habe. „Jetzt dürfen keine Kräfte schwinden. Denn wenn man es soweit geschafft hat, dann will man auch gewinnen“, sagte Geron dem General-Anzeiger. Er wolle in den kommenden zwei Wochen um jede Stimme der Sinziger Bürger mit vollem Einsatz kämpfen.

Insgesamt waren bei der Bürgermeisterwahl 13 591 Bürger wahlberechtigt. 10 212 Bürger haben gewählt, 10 014 Stimmen waren gültig. Die Wahlbeteiligung lag bei 75,1 Prozent.

Bürgermeisterwahl

Gesamtergebnis Sinzig: Braun: 2879 (28,7 %); Geron: 4551 (45,4 %); Ruch: 2584 (25,8 %).

Stadt Sinzig: Braun: 1205 (24,8 %); Geron: 2200 (45,3 %); Ruch: 1454 (29,9 %).

Bad Bodendorf: Braun: 706 (30,1 %); Geron: 1013 (43,3 %); Ruch: 623 (26,6 %).

Franken: Braun: 131 (42,3 %); Geron: 118 (38,1 %); Ruch: 61 (19,7 %).

Koisdorf: Braun: 173 (33,1 %); Geron: 266 50,9 %); Ruch: 84 (16,1 %).

Löhndorf: Braun: 365 (40,5 %); Geron: 387 (42,9 %); Ruch: 150 (16,6 %).

Westum: Braun: 299 (27,7 %); Geron: 567 (52,6 %); Ruch: 212 (19,7 %).