„Zesamme im Jaade“

Generationen gärtnern gemeinsam in Altenahr

Essbar oder nicht? Eine Wildkräuterexkursion gehörte zum Generationenprojekt „Zesamme im Jaade“.

Essbar oder nicht? Eine Wildkräuterexkursion gehörte zum Generationenprojekt „Zesamme im Jaade“.

ALTENAHR. Das Generationenprojekt ist das erste seiner Art: Senioren und Kinder pflanzen gemeinsam Gemüse an, das später von jedermann geerntet werden kann. Die Initiatoren haben es beim landesweiten Wettbewerb "Teilhabe von Menschen mit Demenz" angemeldet.

„Zesamme im Jaade“ heißt das Generationenprojekt des Altenahrer Pro Büros für Jugendarbeit und des Maternus-Stifts. Gemeinsam im Garten zu arbeiten, genossen jetzt zum Auftakt des ersten Vorhabens seiner Art zehn Senioren und 15 Kinder. Fünf Betreuer begleiteten sie dabei. Bei dem Projekt geht es um gemeinsame Erlebnisse von Alt und Jung, ein Ziel ist aber auch, öffentlich zugängliche Gemüse- und Kräuterbeete nach dem Vorbild der „Essbaren Stadt“ in Andernach anzulegen.

Bei dem ersten Treffen sammelten die Teilnehmer von „Zesamme im Jaade“ mit Expertin Tanja Fusenich-Hoffmann Kräuter und verarbeiteten sie zu Suppe und Kräuterquark. Im großen Nutzgarten von Helmut Krüger in Ahrbrück lernten Kinder und Senioren Obst- und Gemüsesorten kennen und probierten Apfelsaft. Höhepunkt war das Anlegen von Hochbeeten mit Gemüse und Kräutern in den Gärten des Jugendbüros und des Maternus-Stifts, die – so das Ziel – einmal zum Generationen-Treffpunkt werden sollen. Jung und Alt sollen sich dort begegnen, gemeinsam ernten und feiern.

Das Gartenprojekt ist in die Zukunft gerichtet – daher meldeten die Initiatoren vom Büro für Jugendarbeit in Altenahr unter der Leitung von Jugendpfleger Werner Söllern und das Maternus-Stift, vertreten durch Marie-Luise Witsch, es beim Wettbewerb „Teilhabe von Menschen mit Demenz“ des Landesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie an. Damit das Projekt weiter wachsen und gedeihen kann, suchen sie zudem Nachbarn und weitere Mitstreiter, die sich einbringen und dafür auch ernten dürfen.

Kontakt: Maternus-Stift: Marie-Luise Witsch, (02643) 90 46 480; Jugendbüro Altenahr: (02643) 81 74.