"Dernauer Ässelsklaaf"

Eselstute Verona ist der Star beim "Ässelsklaaf" in Dernau

Dernauer Wappentier: Eselin Verona beim „Ässelsklaaf“ im Schlosshof. Mit dabei ihr Besitzer Dieter Meyer sowie Bürgermeister Alfred Sebastian (l.) und Ingrid Näkel-Surges.

Dernauer Wappentier: Eselin Verona beim „Ässelsklaaf“ im Schlosshof. Mit dabei ihr Besitzer Dieter Meyer sowie Bürgermeister Alfred Sebastian (l.) und Ingrid Näkel-Surges.

DERNAU. Die Hauptattraktion des Abends war Eselstute Verona. Sie gehört Dieter Meyer aus Kreuzau im Kreis Düren und stand beim „Dernauer Ässelsklaaf“, einer gemütlichen Plauderei der Wanderfreunde Dernau über Dorfprojekte und weitere Themen, eindeutig im Mittelpunkt.

„Denn he hält m’r zosamme“: So lautete das Motto des „Dernauer Ässelsklaafs“, den die Wanderfreunde Dernau um Werner Schumacher zum neunten Mal organisierten. In der Straußwirtschaft des Schlosshofs, des ältesten Weinguts im Ort, sorgten die zwölf Wanderer, die schon seit 28 Jahren alljährlich eine viertägige Wandertour in ein anderes Weinbaugebiet machen, für eine vorbildliche Gastfreundschaft. Doch die Hauptattraktion des Abends war Eselstute Verona von Dieter Meyer aus Kreuzau im Kreis Düren.

Bei einer ihrer Touren hatten die Dernauer Wanderer Dieter Meyer, ein humorvolles Original mit blonder Mähne und farbenfroher Kleidung, kennengelernt, der die Eselin Verona immer an seiner Seite hat. Sie spielt im Meyers Leben eine Hauptrolle und weiß sich mit ihrem weißen Fell und den langen Ohren gekonnt in Szene zu setzen. Dabei hat sie ihrem Besitzer das Leben zu verdanken: Ihre Mutter Mechi brachte Verona mitten in einem Wolkenbruch zur Welt, was sie so strapazierte, dass sie ihr kleines Fohlen nicht annahm.

Also sprang Meyer in die Bresche, nahm das kleine Geschöpf mit nach Hause und zog es anstelle der Eselsmutter auf – und das im ersten Stock. Jede Stunde musste das Eselbaby sein Fläschchen mit spezieller Fohlenmilch haben, Tag und Nacht. Alleingelassen werden durfte Verona nie, deshalb nahm Meyer die kleine Eselin einfach mit auf seine Reisen, die Milch stets in einem Köfferchen parat. Auch mit in die Wohnung durfte der Vierbeiner, der prächtig wuchs und gedieh und vom Sofa aus Fernsehen schaute.

"Denn he hält m’r zosamme"

Mittlerweile hat Verona einen eigenen, geräumigen Transportanhänger und ist so etwas wie ein Wappentier der Dernauer geworden, die bekanntlich ohnehin von Alters her den Necknamen „Ässele“ tragen, nicht zuletzt, um sich von den Recher „Kning“ (Kaninchen) zu unterscheiden. Dernau ist eine zweite Heimat für den Kreuzauer Meyer geworden, hier engagiert er sich zusammen mit den Wanderfreunden besonders für die Verschönerung des Dorfplatzes. Der Erlös der ersten acht „Ässelsklaafs“ floss in dieses mittlerweile fertiggestellte Projekt.

Die Tradition wird weitergeführt: Mit dem Erlös dieses Jahres soll die im vergangenen Jahr so erfolgreiche Weihnachtsbaum-Verschönerungsaktion mit Lagerfeuer und Kinderpunsch mit den Kindergartenkindern fortgeführt werden, erklärte Werner Schumacher vor zahlreichen Gästen, darunter Ortsbürgermeister Fred Sebastian sowie Weinkönigin Alisa Heimermann und ihre Prinzessin Eva Ley.

Zur Musik der Kirchdauner Dorfmusikanten saßen Dernauer und Urlaubsgäste gemütlich zusammen und frönten dem Klaaf, bei dem das Thema „Ässel Verona“ natürlich besonders wichtig war. Ortsbürgermeister Alfred Sebastian war stolz. Dieses Fest sei ein weiteres Beispiel dafür, dass in Dernau viel von der und für die Dorfgemeinschaft getan werde. Das Fest zeige den enormen Zusammenhalt, ganz wie es auch das Motto des „Ässelsklaafs“ aussage: „Denn he hält m’r zosamme“.