Markttag in Bad Breisig

Einigkeit im Zwiebelmarkt-Streit

BAD BREISIG. Hoch her ging es bekanntlich in der Bad Breisiger Stadtratssitzung im Juni, nachdem der Stadtvorstand seinerzeit nach Meinung der SPD "im Alleingang" unter Leitung von Bürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch eine Verkürzung des Zwiebelmarktes in Bad Breisig um einen Tag beschlossen hatte.

Auf Initiative der SPD wurde daraufhin ein Arbeitskreis gebildet, der sich mit einer Attraktivitätssteigerung und mit der Verkürzung des Marktes um einen Tag beschäftigen sollte. Die SPD legte hierzu eine Umfrage unter den Marktbeschickern vor. 

Dabei wurde festgestellt, dass die Hälfte der Standbetreiber (49,13 Prozent) den Dienstag lieber beibehalten wollten, teilte nun die SPD mit. 43,93 Prozent votierten für die Abschaffung des Markttages am Dienstag. 6,94 Prozent der insgesamt 173 befragten Standbetreiber machten dazu keine Angaben.Für ein Vorziehen auf den Freitag sprach sich nur ein Viertel aus.

Aus der örtlichen Gastronomie und Hotellerie kamen Signale, den Zwiebelmarkt-Dienstag zukünftig wieder beizubehalten. Die Streichung in diesem Jahr hatte dort angeblich zu Stornierungen und Umsatzeinbußen geführt. Darüber hinaus sprachen sich viele Stimmen aus der Breisiger Bevölkerung für die Beibehaltung des Dienstags aus, so die SPD.

Das führte nun dazu, dass sich die jeweils zwei Vertreter der im Stadtrat vertretenen Fraktionen sowie die Fraktionssprecher und die Stadtspitze (Bürgermeisterin und Beigeordnete) einstimmig für eine Empfehlung an den Ausschuss für Kurwesen, Tourismus und Kultur aussprachen, die Wiedereinführung des Markt-Dienstags ab 2016 zu beschließen.

"Unser Zwiebelmarkt kann und muss in einer gemeinsamen Anstrengung von Standbetreibern, Hotellerie, Gastronomie und Geschäftswelt, von Vereinen, von Politik und Verwaltung wieder dahin geführt werden, dass sich möglichst alle mit diesem größten Fest in unserer Stadt identifizieren können. Wir sind nun auf einem guten Weg", so die SPD-Vertreter Leo Bell und Rolf Henzgen.