Investitionen im Bahnhof Bad Breisig

Die Bahnsteige werden angehoben

Die Bahnsteige im Bad Breisiger Bahnhof werden in zwei Jahren höher gelegt.

Die Bahnsteige im Bad Breisiger Bahnhof werden in zwei Jahren höher gelegt.

BAD BREISIG. Im Bad Breisiger Bahnhof ist zudem der Bau von zwei Aufzügen geplant. Investitionen in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro in den kommenden Jahren.

. Die Bahnsteige im Bad Breisiger Bahnhof sollen angehoben werden. Außerdem ist der Bau von zwei Aufzügen in der Planung, damit die Bahnsteige auch von behinderten Menschen gut erreicht werden können. Baubeginn soll in zwei Jahren sein. Die Anhebung der beiden Bahnsteige soll rund 1,6 Millionen Euro kosten, hinzu kommen voraussichtliche Kosten für die Aufzüge in Höhe von rund 600 000 Euro.

Ab 2019 will die Bahn neue Waggons einsetzen, die einen bequemeren Einstieg ermöglichen werden. Um nicht von den insgesamt guten Bahnanbindungen abgekoppelt zu werden, ist eine Anhebung der Bahnsteige in Bad Breisig unabdingbar, so Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch. Lange wurde darüber diskutiert, wer die Kosten übernimmt.

Der Ausbau wird von der Bahn geplant und durchgeführt, die Stadt selbst hat keinen Einfluss auf Kosten und Gestaltung. Nach einer Rahmenvereinbarung zwischen Land und Bundesbahn zahlt Bad Breisig jedoch pauschal 15 Prozent der Baukosten. Das macht für die Stadt einen Betrag in Höhe von rund 320 000 Euro aus. Die von der Verbandsgemeinde bezifferten Planungskosten indes muss die Stadt zu 100 Prozent übernehmen: angeblich satte 580 000 Euro. „Nachdem alles weitgehend besprochen war, forderte die Bahn zusätzlich einen behindertengerechten Zugang von Bahnsteig 1 zu Bahnsteig 2, der nicht länger ist als die Entfernung der Bahnsteige“, berichtete Hermann-Lersch.

Die Mehrkosten für eine Rampe zur bestehenden Unterführung hätten bei rund 900 000 Euro gelegen, zwei Aufzüge kosten indes „nur“ etwa 600 000 Euro.

Zunächst sei die Bahn davon ausgegangen, die Stadt habe für diese Mehrkosten aufzukommen. Erst nach langer Diskussion sei geklärt worden, dass nicht die Stadt, sondern der Bund oder die Bahn Kostenträger sein müssten, so Hermann-Lersch. Warum die Kommunen überhaupt an den Kosten für höhere Bahnsteige oder Aufzüge in den DB-eigenen Anlagen zu beteiligen seien, erschließe sich in der Gesamtbetrachtung nicht so recht, meinte Hermann-Lersch im GA-Gespräch abschließend.