Industriebrache am Sinziger Dreifaltigkeitsweg

Der Abriss läuft, Edeka kommt

In Schutzanzügen demontieren Arbeiter auf dem Areal "Beton Rick" alte Asbestplatten. FOTO: GAUSMANN

In Schutzanzügen demontieren Arbeiter auf dem Areal "Beton Rick" alte Asbestplatten.

SINZIG. Die ersten Bagger rollen an: Seit Mittwochvormittag wird die Industriebrache am Sinziger Dreifaltigkeitsweg geräumt, Asbestplatten werden von Arbeitern in spezieller Schutzkleidung demontiert und entsorgt, Lastwagen gehen zwecks Abtransport in Stellung.

Das Areal soll freigemacht werden für die Ansiedlung eines großen Edeka-Marktes, eines Aldi-Discounters, eines Rossmann-Drogeriemarktes sowie zwei weiterer Fachmärkte.

Noch in diesem Monat soll es nach GA-Informationen eine Sitzung des Bauausschusses geben, in der die Baupläne sehr konkret und detailliert erörtert werden sollen. Vermutlich bereits am 26. März findet eine Bürgerversammlung statt, in der allen Interessierten die Planung präsentiert wird. Danach ist eine erneute Beratung in den städtischen Gremien terminiert, in denen dann etwaige Bürgeranregungen oder auch Bedenken mit einfließen können.

Nach Informationen des General-Anzeigers sehen die neuen Pläne nun vor, auf der Kölner Straße, in unmittelbarer Nähe der dortigen Tankstelle, einen Kreisverkehr zu errichten, um das neue Nahversorgungszentrum besser zu erschließen. Zudem sollen die neuen Märkte natürlich über die Jahnstraße und den Dreifaltigkeitsweg erreichbar sein.

Da sich in der Bevölkerung hinsichtlich des zu erwartenden Verkehrsaufkommens Sorgen breit gemacht hatten, wurde nach Lösungen, sprich "Verkehrsventilen" gesucht. Über den Kreisel könnte das Gebiet in einem Schwenk in Richtung Ahr erreicht werden. Dieser Schwenk ist notwendig, um den Grundstücksankauf und Belästigungen für dortige Anwohner gering zu halten. Im Ahruferbereich verfügt die Stadt über eigene Grundstücke, über die die Trasse geführt werden könnte. Nicht mehr favorisiert wird die "Abflusstrasse" parallel zur Ahr, da sie in unmittelbarer Nähe der Ahrbrücke auf die Kölner Straße münden würde. Grund: Die Brückenfahrbahn ist gebogen, daher werden vom Einmündungsbereich die auf der Kölner Straße fahrende Autos erst sehr spät gesehen.

Bis Ende 2015 soll nun Baurecht geschaffen werden, im Herbst 2016 könnten die neuen Märkte eröffnet werden. Dort, wo sich derzeit noch Aldi und Rossmann befinden, wird Platz für Neuansiedlungen geschaffen. Allerdings werden innenstadtunverträgliche Sortimente dort ausgeschlossen. Für den jetzigen Edeka-Markt, der nach seinem Umzug frei wird, interessiert sich angeblich ein Sportstudio aus Remagen.