Die Jahnhalle ist stark sanierungsbedürftig

CDU will Halle für Bad Breisig

In die Jahre gekommen: die Bad Breisiger Jahnhalle

In die Jahre gekommen: die Bad Breisiger Jahnhalle

BAD BREISIG. Die Union will eine Lösung für eine Versammlungsstätte in der Quellenstadt finden. Völlig offen ist indes, wie sie finanziert werden soll.

Keine Frage: Die Jahnhalle im Herzen der Stadt Bad Breisig ist in die Jahre gekommen und im Ort stellt man sich die Frage, wie die Zukunft des traditionellen Veranstaltungsortes aussehen soll. Optik und Funktionalität lassen schon lange zu wünschen übrig, der Sanierungsbedarf ist groß.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges zog die Halle, die zuvor bereits viele Jahre in Remagen stand, nach Bad Breisig um. Derzeit wendet die Quellenstadt für die Jahnhalle rund 40.000 Euro im Jahr für Unterhaltung und notwendige Reparaturen auf.

Eine Sanierung oder Renovierung der Halle ist wegen der vorhandenen baulichen und technischen Mängel und nicht zuletzt der verheerenden Energiebilanz wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll, so die Aussage des vor einiger Zeit mit der Begutachtung zu Sanierungsmöglichkeiten beauftragten Architekten. Die CDU Bad Breisig hatte deshalb das Thema auf die Agenda ihrer Vorstandssitzung gesetzt. Bad Breisigs CDU-Vorsitzender Norbert Heidgen: „Dass die Stadt eine geeignete Halle benötigt, steht außer Zweifel.“

Der Blick in die Nachbargemeinde Sinzig zeige, dass dort mit dem ebenfalls antiquierten Helenensaal ein vergleichbares Problem bestehe. Allein Remagen verfüge mit der Rheinhalle, einer um ein repräsentatives Foyer erweiterten Schulsport-/Mehrzweckhalle, einen adäquaten Veranstaltungsort, der nicht nur an Karneval genutzt werde. So etwas wünscht man sich für die Quellenstadt natürlich auch.

„In der CDU ist man sich darüber einig, dass das Thema jetzt aktiv angepackt werden muss, um nicht in naher Zukunft vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden“, so Heidgen. Auch wenn die Halle den Bad Breisigern über die Jahrzehnte ans Herz gewachsen sei und für die großen Veranstaltungen der Karnevalsgesellschaft, dem Hauptnutzer der Halle, eine geeignete Alternative gefunden werden müsse, führten „realitätsferne Sentimentalität“ in der Diskussion um die Zukunft der Halle nicht weiter, erklärte der Christdemokrat.

Es seien verschiedene Ideen erörtert worden, wie etwa die Aufstellung eines beheizten Festzeltes. Aber auch der Bau einer Festhalle, wie in Remagen erfolgreich praktiziert, könnte für Bad Breisig ein Vorbild sein, zumal sich in fast allen Kommunen der Umgebung eine gemeinschaftliche Nutzung von vorhandenen Schulsporthallen oder Gemeinschaftshäusern bewährt habe, führte Heidgen aus.

Auch für den CDU-Landtagsabgeordneten Guido Ernst steht fest: Die Karnevalsgesellschaft mit ihren rund 400 Mitgliedern, einer der größten Vereine Bad Breisigs, müsse auch zukünftig, wie die Stadt Bad Breisig selbst, einen geeigneten, repräsentativen Veranstaltungsraum zur Verfügung haben.

CDU-Chef Heidgen will die Gespräche mit den Verantwortlichen der Stadt, der Verwaltung und dem Vorstand der Karnevalsgesellschaft intensivieren, teilte er mit. Zunächst soll das weitere gemeinsame Vorgehen zur Prüfung von Renovierungsmöglichkeiten abgestimmt werden. „Das packen wir jetzt gemeinsam an“, so Norbert Heidgen.