Zwiebelsmarkt in Bad Breisig

Buntes Markttreiben auf der Promenade

Zwiebeln in allen Variationen sind im Angebot.

BAD BREISIG. Die Bad Breisiger Feuerwehr ist traditionell Gastgeber des Festaktes zur Eröffnung des Zwiebelsmarktes. Dann versammeln sich neben dem Bürgermeister und der Brunnenkönigin zahlreiche Honoratioren am Gerätehaus. Das war am Samstag nicht anders. Dennoch wird den Wehrmännern der diesjährige Festakt in besonderer Erinnerung bleiben. Denn mit dem Einsatzleitwagen 1 wurde der städtischen Wehr nach 18 Jahren wieder ein fabrikneues Fahrzeug übergeben.

"Im Mittelpunkt einer leistungsfähigen Feuerwehr stehen in erster Linie die Feuerwehrleute. Bei der Förderung des ehrenamtlichen Engagements in unserer Gemeinde geht es mir deshalb vor allem um die Verbesserung der Rahmenbedingungen", betonte Bürgermeister Bernd Weidenbach, bevor er seinem Wehrführer Wolfgang Zils die Schlüssel für das blitzblanke Gefährt übergab.

Zils, der seinen ersten offiziellen Auftritt als Breisiger Feuerwehrchef absolvierte, führte aus, dass es bei dem 152.000 Euro teuren Wagen um ein hochmodernes Führungs-, Erkundungs- und Verbindungsfahrzeug handelt. An Bord befänden sich moderne Kommunikationsmittel wie voll ausgestattete PC-Arbeitsplätze, Fax, Funkgeräte, Telefon und Infrarot-Rückfahrkamera.

Um die Fahrzeugübergabe mit der Feuerwehr feiern zu können, verzichtete Weidenbach diesmal auf den obligatorischen Zwiebelsmarkt-Rundgang. Wie in den vergangenen Jahren hatten sich gut 300 fliegende Händler postiert, die ihre Waren feilboten. Das Angebot reichte einmal mehr von Klassikern wie Schmuck, "Solinger Schneidwerk", Taschen und Gürteln bis hin zu Putz- und Pflegemitteln oder Textilien. Ob Stoffe als Meterware, Gardinen, Tischdecken sowie Bekleidung: Vom Babystrampler über Damenunterwäsche bis zum Kampfanzug dürfte kaum ein Wunsch unerfüllt geblieben sein.

Das Warenangebot bereichert haben nicht zuletzt die örtlichen Einzelhändler, die mit einem verkaufsoffenen Sonntag zum Einkaufsbummel einluden. Aber auch viele Vereine beteiligten sich wieder am großen Markttreiben, um mit dem Verkauf von Trödel oder hausgemachten Spezialitäten die Vereinskassen aufzubessern, oder auch um Geld für soziale Zwecke zu sammeln.

Die jüngeren Besucher fühlten sich auf dem Kirmesplatz bestens aufgehoben. Denn im Kinderkarussell, in der Raupe oder beim Ponyreiten ging es im wahrsten Sinne des Wortes rund. Und Himmelsstürmer konnten sich vom "Fliegenden Teppich" in luftige Höhen schaukeln lassen.

Ein ruhiges Plätzchen ließ sich dagegen im "Fröhlichen Weingarten" ausmachen, den der Kirchenchor Sankt Marien wieder im Innenhof der Kirche geöffnet hatte. Gleich daneben hatte die kfd Sankt Marien ihre Caféteria eingerichtet. An die Zeit, als der Zwiebelmarkt noch als "Heilig-Kreuz-Markt" zum Fest der Kreuzerhöhung gefeiert wurde, erinnerte am Freitagabend ein ökumenischer Gottesdienst. Im Mittelpunkt stand traditionell die Kreuzreliquie, die einst von Templern aus dem Heiligen Land nach Bad Breisig gebracht worden war. Sie kann heute noch bis 18 Uhr besichtigt werden.