Geld für Benzin

Bettelbande täuschte Autofahrer am Nürburgring

Nicht von ungefähr heißt die Nordschleife des Nürburgrings "grüne Hölle". Die Rennstrecke schlängelt sich auf mehr als 20 Kilometer Länge durch die Wälder der Eifel.

Im Bereich Mayen-Kürrenberg und Quiddelbach am Nürburgring war die Bande aktiv.

Nürburging. Eine überregional tätige Bettelbande von fünf Personen konnte die Kriminalpolizei Mayen in einer konzertierten Aktion mit den Schutzpolizeiinspektionen Adenau und Mayen am Dienstag festnehmen.

Die Betrüger, vier Männer und eine Frau mit Kind, hatten sich zeitgleich mit zwei Autos an verschiedenen Landstraßen im Bereich Mayen-Kürrenberg und Quiddelbach am Nürburgring postiert. Sie wandten sich an vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer, hielten sie zum Teil sogar an und täuschten eine Notlage vor, um Geld für Benzin zu erbetteln.

Eine andere Variante: Mit den Autofahrern wollten sie ein lohnenswertes „Geschäft“ mit minderwertigen Armbanduhren abschließen. Tatsächlich hatte die Bande aber genug Bargeld dabei, wie dann die Durchsuchungen der Personen und der beiden Autos ergaben. Die Masche ist den Ermittlern unter dem Begriff „Autobahngold“ schon lange bekannt und im Fadenkreuz polizeilicher Ermittlungen. Einen Tag nach der Festnahme wurde die Bande in Untersuchungshaft gebracht.