16. Kunst- und Weihnachtsmarkt

Besucher erleben Bad Bodendorf herzhaft, bunt und kreativ

Der Nikolaus verteilt in Bad Bodendorf Schokolade an die Kleinsten.

Der Nikolaus verteilt in Bad Bodendorf Schokolade an die Kleinsten.

BAD BODENDORF. Der 16. Kunst- und Weihnachtsmarkt lockte zum Bummeln, Bewundern und Genießen nach Bad Bodendorf.

Künstler und Kunsthandwerker, welche die Früchte ihres Tuns in rund 30 stimmungsvoll belebten Räumchen des urigen Ex-Kurmittelhauses auftischten, wo Efeu zum Fenster hereinwächst und Badewannen unter Draperien verschwinden – das gehörte zum 16. Bad Bodendorfer Kunstweihnachtsmarkt ebenso wie die saisonal angesagten Genüsse.

Draußen in der Budengasse erschnupperte man Glühwein, herzhafte Reibekuchen und feines Gebäck. Es wurden Laugenbrezeln, Erbsensuppe und von den Angelfreunden auch Forellen aus dem Räucherofen angeboten. Vieles ging für die gute Sache über den Tresen, etwa bei Ortsvorsteher Alexander Albrecht für Projekte der Dorfgemeinschaft, bei den Ständen des Kindergartens, der Naturfreunde Schwanenteich und der Freunde des Thermalfreibades. Letztere hatten erneut ihren großen Badekabinen-Adventskalender inszeniert mit kleinen Überraschungen für jeden, der den Obolus von einem Euro entrichtete.

Gemeinsam mit dem Heimat- und Bürgerverein, dem Kunstkreis „Bad Bodendorf kreativ“ und dem Haus Maranatha, Mitbeschicker und Hausherr des vorweihnachtlichen Schauplatzes, organisierten die Thermalbadfreunde den Markt mit Charme.

Aus diesem Anlass war zudem das Technikmuseum geöffnet und die Trinkhalle, wo Lea Orth und Kim Dieckmann fröhlich mit Kindern bastelten und die katholische Bücherei Lesestoff ausbreitete. Vor allem knubbelten sich die Besucher aber im parzellierten Reich der Kreativen. Durch den engen Flur schoben sie sich neugierig von Koje zu Koje, um Margret Bechers Ketten zu bewundern, Susanne Brüning-Schmitz‘ Natursteinschmuck, Renate Nauheims Garten-Terrakotta, Rosi Stillers Textilblumen-Arrangements und Renate Heldts originelle Gebrauchskeramik. Sie sahen lauter Kaugummiautomaten in den Fotografien von Heidi Capl, staunten über die Malerei von Birgit Braun-Buchwald, Bernhard Knorr, Reinhold Steinborn und Märchenradierungen von Günther Lawrenz, der auch als Puppenspieler auftrat.

Martina Wissen stellte ihr Buch vor

Sabine Hürter hatte Heilsteine aus ihrem Lädchen mitgebracht. Heinz Rothbrust steuerte Holzarbeiten bei, und Michael Roß faszinierte insbesondere die Kinder an seiner Drechselmaschine. Wer Warmes aus Wolle liebt, war bei Conny Blees, Anja Griesenbach, Renate Mallmann und Karin Riebe richtig, die gegen den Winter angestrickt hatten. Viele „Ahs“ und „Ohs“ heimsten die fabelhaften nadelgefilzten Krippen von Angelika Graß ein sowie wunderschöne Näharbeiten von Kirsten Bleß, Anna Ehlenbeck und Julia Peters, die mit ihren 16 Jahren bereits zum sechsten Mal dabei war.

Dass ein Kind in jedem Erwachsenen steckt, erlebte Sigrid Specht, deren Handspielpuppen von Eichhörnchen bis Tiger auch große Leute verzückt ausprobierten. Ganz uneigennützig bereicherten das breite bunte Spektrum Maria Lange, die gemalte und fotografierte Karten fürs Hospiz anbot und Heidi Retzlaff-Mohr mit Kunsthandwerk und Nussecken für die „Tierhilfe Hoffnung“. Als einzige Autorin beteiligte sich Martina Wissen am Markt. Sie stellte ihr drittes Buch vor, einen Hundekrimi, der die Fälle des Inspektors Schnüffelnase beleuchtet.