Bau- und Planungskosten würden steigen

Bad Breisiger Vereine wollen größere Mehrzweckhalle

Der Platz an den Römer-Thermen wird derzeit für eine Mehrzweckhalle favorisiert.

Der Platz an den Römer-Thermen wird derzeit für eine Mehrzweckhalle favorisiert.

BAD BREISIG. Die Mehrzweckhalle in Bad Breisig geht jetzt in die Planungsphase. Es zeichnet sich ab: Die Halle soll größer werden als ursprünglich geplant. Die geschätzten Kosten dürften sich auf rund drei Millionen Euro belaufen.

Beim geplanten Bau einer Mehrzweckhalle in Bad Breisig auf einem Gelände nahe der Römer-Thermen will die Stadt nun mehr aufs Tempo drücken. Nachdem die Fraktionen bereits zu dem Vorhaben gehört wurden, wurde auch bei Vereinen und Organisationen nachgefragt, welche Raumbedürfnisse bei der Planung berücksichtigt werden müssen. Schon jetzt zeichnet sich ab: Die Halle soll größer werden als ursprünglich geplant. Die geschätzten Kosten dürften sich auf rund drei Millionen Euro belaufen.

Würde man allen vorgetragenen Wünschen Rechnung tragen, ist von einer benötigten Bruttogeschossfläche von etwas mehr als 1000 Quadratmetern auszugehen. Die Verwaltung war zunächst von knapp 700 Quadratmetern ausgegangen. Nicht nur die eigentlichen Baukosten würden somit steigen, sondern auch die Planungskosten.

Wie berichtet, kann die Stadt aus dem von Bund und Land aufgelegten Investitionspakt 90 Prozent der Kosten an Zuschüssen erwarten. 75 Prozent zahlt der Bund, 15 Prozent das Land. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei lediglich zehn Prozent. Kein Wunder, dass die Stadt diese Chance nicht ungenutzt lassen will. „Wir wollen hören, was sich die Vereine so vorstellen“, sagte Bürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch in der jüngsten Bauausschusssitzung. Das war eine ganze Menge: Die Bühnenfläche soll größer werden, die Hallenhöhe soll zumindest sieben Meter betragen, die Bankettbestuhlung für zumindest 400 Personen reichen, die Halle soll nach dem Willen der Vereine in drei separaten Teilen genutzt werden können, Lagerflächen in den Wandnischen sollen vorgesehen, die Ausschankküche soll größer werden.

Auch soll ein kleiner Tagungsraum nicht vergessen werden. CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert Heidgen: „Wir werden wohl nicht alle Wünsche berücksichtigen können.“ Das gesamte Raumprogramm erstreckt sich über eine Fläche von 1060 Quadratmetern, auf die eigentliche Halle entfallen 560 Quadratmeter. Das entspricht in etwa der Größe der nach wie vor genutzten Jahnhalle, die allerdings stark sanierungsbedürftig ist und von der neuen Mehrzweckhalle abgelöst werden soll.

Bei einer Bestuhlung von 400 Personen müssen nach den geltenden Richtlinien 80 Stellplätze nachgewiesen werden. Der Parkplatz an den Römer-Thermen verfügt derzeit über 70 Pkw-Abstellplätze. Hinter der Badelandschaft sind weitere 50 Plätze vorhanden, teilte die Verwaltung mit. Bürgermeisterin Hermann-Lersch schlug zum weiteren Vorgehen einen Kompromiss mit leicht verkleinerter Hallenfläche vor. Auf der Basis der neuen Bedarfsberechnung und der ursprünglichen Planung soll ein Raumbedarfs-Kompromiss erarbeitet werden. Architekten sollen gebeten werden Angebote abzugeben. Mit einer dann konkreter gewordenen Planung will die Stadt schließlich an den Zuschussgeber herantreten.