Umbau geplant

Bad Breisiger Rathaus muss saniert werden

In die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig: Das Bad Breisiger Rathaus.

In die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig: Das Bad Breisiger Rathaus.

BAD BREISIG. Es ist in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig: Das Bad Breisiger Rathaus. Die Verbandsgemeinde Bad Breisig will das ehemalige Hotel barrierefrei umbauen und erweitern.

Seit Jahren ist die dringend erforderliche Sanierung und bauliche Veränderung des Rathauses der Verbandsgemeinde Bad Breisig ein Thema. Wirklich voran geht es nicht. Was wohl auch an der klammen Kassenlage der Verbandsgemeinde liegen dürfte. Dennoch kann man das Vorhaben nicht auf Eis legen. Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach reiste nun ins Mainzer Innenministerium, um die Lage zu erörtern. Auch dort hält man Investitionen in das Rathaus für sinnvoll.

Dass es allen – vor allem vom Land – gewünschten Fusionsbestrebungen der Verbandsgemeinden zum Trotz zum Bestandsschutz des Bad Breisiger Rathauses kommt, ist nicht unbedingt zwangsläufig. Daher wird Weidenbach die zunächst leider nur verbale Unterstützung aus Mainz mit Wohlwollen aufgenommen haben. Aber: Eine Förderzusage beispielsweise für den Kauf der benachbarten ehemaligen Post und den Abriss dieses Gebäudes, um auf der dann frei werdenden Fläche einen Rathauserweiterungsbau zu realisieren, brachte der Verbandsbürgermeister nicht mit. „Weder der Grunderwerb noch der Abriss wären förderfähig“, stellte Weidenbach in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ernüchtert fest.

Unstrittig ist, dass Bad Breisig ein Rathaus mit besserer Raumaufteilung braucht. So ist in dem früher als Hotel genutzten Gebäude ohne erhebliche Umbauten kaum eine Barrierefreiheit sicherzustellen. Außerdem: Das Trauzimmer dürfte als wenig erfreulicher Auftakt eines langlebigen Ehelebens gelten, der Sitzungsraum ist viel zu klein und zwingt den Verbandsgemeinderat, auswärts zu tagen.

Ausschuss wartet Gespräch ab

Gerne sähe es Weidenbach daher, wenn nach einem Abriss der alten Post nördlich vom Rathaus eine Freifläche entstünde, die mit einem neuen Sitzungssaal, Trauzimmer und erweitertem Bürgerbüro zur Bachstraße hin bebaut werden könnte. Die dann frei werdenden Rathausräume könnten in zusätzliche Büros umfunktioniert werden. Insgesamt würde mehr Platz für einen barrierefreien Ausbau des Verwaltungshauses, das den Namen „Haus des Bürgers“ trägt, geschaffen.

Das Innenministerium empfahl der Verbandsgemeinde, diesbezüglich das Gespräch mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier zu suchen, damit eine Gesamtplanung abgestimmt werden kann.

Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte haben derzeit kaum eine Chance, ihre Angelegenheiten im Rathaus zu regeln. Das soll sich sobald wie möglich ändern. Auch wäre es für die Rathausbelegschaft angenehm, wenn im Winter eine funktionierende Heizung zur Verfügung stünde. Bereits im vergangenen Jahr hatte Weidenbach Alarm geschlagen: „Mit der Heizung klappt vieles nicht, es zieht.“ Ob Elektro- oder Wasserleitungen, Fenster oder Dach: Kaum ein Gewerk, das nicht sanierungsbedürftig wäre. Der Ausschuss will nun zunächst das Gespräch bei der ADD abwarten. Am dringenden Handlungsbedarf ändert das freilich nichts.